Autozulieferer
Stabilus hebt Umsatzziel erneut an

Mit Gasfedern oder Dämpfern verdient Autozulieferer Stabilus sein Geld. Und davon mehr als erwartet: Dank des starken Dollars und guter Geschäfte in China erhöht das Unternehmen seine Umsatzprognose erneut.
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HamburgDer Autozulieferer Stabilus profitiert von der steigenden Nachfrage nach Geländewagen in China und will den Umsatz auch im nächsten Jahr steigern. „Wir sind optimistisch, dass 2016 ein weiteres Rekordjahr beim Umsatz wird“, sagte Vorstandschef Dietmar Siemssen am Montag. Dabei solle die Profitabilität stabil bleiben, fügte er hinzu. Für das im September endende Geschäftsjahr legte der Hersteller von Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antrieben für Heckklappen die Messlatte beim Umsatz erneut höher. Erwartet werden nun 600 Millionen Euro.

Bislang hatte das Unternehmen aus Koblenz Erlöse in einer Spanne von 575 bis 585 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Das Ziel einer bereinigten Rendite (Ebit-Marge) zwischen zwölf und 13 (Vorjahr 12,8) Prozent bekräftigte das Management. Es soll auch für das nächste Jahr gelten. An der Börse kam die Zuversicht nach durchwachsenen Nachrichten aus der Automobilindustrie gut an. Die im SDax notierte Aktie gewann bis zu 5,4 Prozent.

Während das Geschäft bei vielen westlichen Autobauern in China derzeit nicht rund läuft, erwartet Stabilus dort weiteres Wachstum. Dabei helfe dem Unternehmen seine starke Stellung bei japanischen und koreanischen Herstellern. Da inzwischen auch in China immer mehr Geländewagen auf den Markt kommen und sich in dem Geschäft dort zunehmend auch heimische Hersteller tummeln, verzeichnet das Unternehmen eine steigende Nachfrage nach Gasfederungen und elektromechanischen Heckklappen. Vom nächsten Jahr an will Stabilus daher diese Systeme auch in China produzieren. Auch wenn der Markt derzeit schwanke, werde die Nachfrage nach Mobilität in der Volksrepublik langfristig hoch bleiben, sagte Siemssen in einer Telefonkonferenz.

Im Zeitraum April bis Juni kletterte der Umsatz weltweit um fast ein Viertel auf gut 160 Millionen Euro. Dabei legten die Erlöse in Nordamerika dank des starken Dollar um 35 Prozent zu. Auch in China wuchs Stabilus um mehr als ein Drittel, während der Umsatz in Europa um 16 Prozent kletterte. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich um 10,6 Prozent auf 19,8 Millionen Euro. Unter dem Strich weitete Stabilus wegen Kosten für die frühzeitige Rückzahlung einer Hochzinsanleihe und höheren Rückstellungen für mögliche Garantieansprüche den Verlust auf 25,5 Millionen Euro von sieben Millionen im Vorjahr aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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