Autozulieferer
Starker Euro schrumpft Gewinn von Erlingklinger

Der Euro verhagelt dem Autozulieferer Erlingklinger die Gewinne. Der Kursrutsch kostete das Unternehmen im letzten Quartal knapp zehn Millionen Euro. Das drückte auch den Aktien-Kurs des Unternehmens.
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StuttgartDie Euro-Stärke hat den Gewinn des Autozulieferers Elringklinger im dritten Quartal gebremst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schrumpfte um 2,5 Prozent auf 35,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Kursrutsch des Dollar, des brasilianischen Real und asiatischer Währungen kostete das exportstarke Unternehmen von Juli bis September demnach 3,5 Millionen Euro. Hinzu kamen 1,5 Millionen Euro Sonderaufwand, den Elringklinger in neue Produkte und Großprojekte für E-Mobility steckte. Sollte der Euro weiter aufwerten, werde der Gewinn im Gesamtjahr womöglich am unteren Ende der bisher erwarteten Spanne liegen.

Die Aktien des MDax-Konzerns fielen zu Handelsbeginn um sechs Prozent auf 32,60 Euro. Die Euro-Aufwertung kostete den auf Dichtungen, Kunststoffabdeckungen und Hitzeschilde spezialisierten Zulieferer im abgelaufenen Quartal knapp zehn Millionen Euro Gewinn. Die Erlöse kletterten aber dennoch um fünf Prozent auf 294 Millionen Euro.

Elringklinger ist zudem voll ausgelastet. Der Auftragsbestand war Ende September mit 578 Millionen Euro 22 Prozent höher als vor Jahresfrist. Der Vorstand bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr. Der Umsatz soll ohne Berücksichtigung von Zukäufen um fünf bis sieben Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro zulegen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen werde prozentual stärker steigen als der Umsatz und zwischen 150 und 155 Millionen Euro liegen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern, der mehr als 6400 Mitarbeiter beschäftigt, operativ 136 Millionen Euro verdient.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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