Autozulieferer
TMD Friction entlässt 260 Mitarbeiter

Der insolvente Autozulieferer TMD Friction trennt sich von knapp 260 Beschäftigten, etwa zehn Prozent der Belegschaft. Sie wechseln in eine Qualifizierungsgesellschaft, in der sie maximal zehn Monate weiterbeschäftigt werden und 85 Prozent ihres letzten Nettolohns erhalten.

HB LEVERKUSEN. Von ihnen stammen 160 aus dem Werk in Leverkusen, 30 aus Essen, 60 aus Hamm in Rheinland-Pfalz und sechs aus Coswig in Sachsen, teilte TMD am Montag in Leverkusen mit.

Das Amtsgericht Köln eröffnete zum 1. März das Insolvenzverfahren für den Bremsbelägehersteller. Insolvenzverwalter Frank Kebekus verbreitete am Montag jedoch Optimismus: "Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen eine Einigung mit einem potenziellen Partner erzielen, der TMD Friction dann wieder in die Erfolgsspur führt."

Kebekus hat demnach zusammen mit der Geschäftsführung des Bremsbelägeherstellers einen Restrukturierungsplan entwickelt. Personalanpassungen seien dabei "leider unvermeidlich" gewesen. "Alle Partner, mit denen wir derzeit über eine Übernahme des Unternehmens verhandeln, sahen die Notwendigkeit dieser Maßnahme", teilte Kebekus mit.

Der nach eigenen Angaben weltweit größte Bremsbelägehersteller TMD Friction hatte Anfang Dezember 2008 Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Hauptgrund dafür sei die sinkende Nachfrage in der Autobranche im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise, hieß es.

Die nun erfolgte Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei eine "ganz normale Verfahrenssache", sagte Kebekus' Sprecher Holger Voskuhl. Mit dem Stand der Verhandlungen mit den Investoren habe das gar nichts zu tun. Unter den Übernahmeinteressenten befinden sich demnach sowohl Finanzinvestoren als auch strategische Investoren aus der Branche. Zur Entwicklung der Auftragslage in den vergangenen Wochen wollte Voskuhl nichts sagen.

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