Autozulieferer und Rüstungskonzern
Rheinmetall ist auf Erfolgskurs

Rheinmetall profitiert vom Sparkurs: Der Autozulieferer und Rüstungskonzern sicherte sich zuletzt gute Geschäfte. In der ersten Jahreshälfte stieg der Umsatz deutlich. Dieser Trend soll fortgeführt werden.
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DüsseldorfRheinmetall-Chef Armin Papperger kann die Früchte seines jahrelangen Sparprogramms ernten. Nach einem Gewinnsprung in den ersten sechs Monaten steuert er 2015 in der Automobilzulieferung auf einen neuen Rekordgewinn und in der defizitären Rüstungssparte auf schwarzen Zahlen zu. „Rheinmetall ist auf Kurs. Nach den Zahlen des ersten Halbjahres sind wir zuversichtlich, unsere Jahresziele zu erreichen“, sagte Papperger am Donnerstag. Er präzisierte seine Umsatzprognose und nannte nun fünf Milliarden Euro als Ziel. Zuvor hatte er eine Spanne von 4,8 bis fünf Milliarden genannt.

Diese Nachrichten ließen die Anleger zugreifen. Die Aktie setzte sich zeitweise mit einem Kursplus von über neun Prozent auf 57,50 Euro an die Spitze des Nebenwerteindex MDax. Damit waren die Papiere so teuer wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Analysten von Equinet und der DZ Bank äußerten sich positiv überrascht über die Konzernentwicklung.

Bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf 2,394 Milliarden Euro im ersten Halbjahr wurde der operative Gewinn (Ebit) auf 79 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Autozulieferung steigerte aufgrund florierender Geschäfte und Einsparungen das Ebit um 23 Prozent auf 114 Millionen Euro. Die Rüstungssparte halbierte ihre Verluste auf 27 Millionen Euro. Papperger nannte als Grund eine deutliche Umsatzsteigerung im Geschäft mit Ketten- und Kampffahrzeugen, Schutzsystemen, Waffen und Munition (Combat Systems).

Der um 577 Millionen auf knapp 7,1 Milliarden Euro angeschwollene Auftragsbestand wie auch die positive Entwicklung in den ersten sechs Monaten stimmten den Konzernchef für das Gesamtjahr optimistisch. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll unverändert rund fünf Prozent erreichen - acht Prozent in der Autozulieferungen und drei Prozent in der Rüstungssparte.

Papperger hatte 2013 nach seinem Amtsantritt bei Rheinmetall mit Aufräumarbeiten begonnen, die sich ursprünglich schon 2014 auszahlen sollten. Doch Verluste in der Rüstungssparte ließen den Konzerngewinn im vergangenen Jahr einbrechen. Bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden Euro fiel 2014 nur noch eine Ebit-Marge vor Sondereffekten von 3,4 Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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