Autozulieferer
US-Verluste belasten Behr

Verluste im US-Geschäft haben beim Kühler- und Klimaanlagen-Spezialisten Behr 2007 für einen Gewinneinbruch gesorgt. Vor allem die Schwäche von GM, Ford und Chrysler sowie der Einbruch des LKW-Marktes in den USA belasten den Zulieferer. Wieder punkten will Behr künftig mit spritsparenden Technologien.

STUTTGART. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank um 32 Prozent auf 85 Mill. Euro. "Zudem haben sich die Preissteigerungen beim Rohmaterial negativ ausgewirkt", sagte Behr -Chef Markus Flik. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von Behr weltweit um 6,1 Prozent auf 3,38 Mrd. Euro. In diesem Jahr werde Behr weiter wachsen, aber langsamer als 2007, räumte Flik ein. Das Ergebnis dürfte das Vorjahresniveau wieder erreichen. Das US-Geschäft schreibt noch rote Zahlen.

Der verhaltene Ausblick hat seine Gründe: Behr leidet nicht nur unter der Schwäche der US-Autobauer, sondern als Hoflieferant von Daimler auch unter dessen ehrgeizigen Ertragszielen und dem entsprechenden Preisdruck. Außerdem muss kräftig in Technologien zur CO2-Reduktion investiert werden. "Wettbewerbsintensität und Preisdruck in unserer Branche sind höher als je zuvor", sagte Flik. Diese seit Jahren andauernde Entwicklung hat sich auch nach Einschätzung von Analysten noch einmal verschärft.

Der inzwischen erreichte hohe Ausstattungsgrad mit Klimaanlagen hat bei Behr dazu geführt, dass der Umsatz in der Klimatisierung um 2,5 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zurückging. Dagegen boomt das Geschäft mit der Motorkühlung, das um 12,9 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro zulegen konnte. Behr profitierte dabei vom Wachstum in Brasilien, Mexiko, Osteuropa, Indien und China, wo der Umsatz um 10,5 Prozent auf 571 Mill. Euro stieg. Das zu Unternehmen, das zu 77,5 Prozent in Familienbesitz ist, liefert unter anderem das Kühlsystem für das indische Niedrigpreis-Auto Nano des Tata-Konzerns. "Das haben wir nur mit Produktion vor Ort geschafft", sagte Flik. Der Nano wird 1700 Euro kosten und kommt im Sommer auf den Markt.

Bis 2010 will Behr einen Umsatz von über 3,7 Mrd. Euro erreichen. Dabei setzt der Zulieferer auf eigene Innovationen, die etwa den Spritverbrauch in der Klimatechnik um ein Fünftel senken sollen.

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