Autozulieferer
ZF schraubt Umsatzziel nach oben

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen steckt sich für das laufende Jahr höhere Ziele. Der Umsatz werde um neun Prozent zulegen, sagte Vorstandschef Hans-Georg Härter am Montagabend vor Journalisten in München.

rtr MÜNCHEN. „Im Ergebnis wachsen wir überproportional zum Umsatz.“ Noch im September hatte er von einem Zuwachs von acht Prozent gesprochen. 2006 erzielte der Getriebe- und Fahrwerkspezialist vom Bodensee Erlöse von 11,7 Mrd. Euro und einen Gewinn von 296 Mill. Euro. Das anvisierte Plus entspräche einem Umsatz von 12,7 Mrd. und einem Nettoergebnis von mehr als 323 Mill. Euro.

ZF profitiert wie die deutschen Fahrzeugbauer vom Schwung in der Pkw- und Lkw-Branche in Osteuropa und Asien. Die Entwicklung von Dollar und Yen und die der Währungen in Osteuropa machen Härter aber neben höheren Rohstoff- und Energiepreisen Sorgen. In Deutschland komme die Diskussion um Emissionen hinzu.

In Deutschland arbeiten rund 60 Prozent der gut 55 000 Beschäftigten. ZF werde hier weiter investieren und Stellen aufbauen, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, das zwei Stiftungen gehört.

Sorgenkind des Autozulieferers bleibt das USA-Geschäft, das 2006 einen kleinen zweistelligen Millionenverlust verbuchte. Nach der Schließung von zwei Werken und weiterer Sanierung rechnet Härter dort für 2007 operativ mit einem positiven Ergebnis. Der Umsatz, der zuletzt bei 1,6 Mrd. Euro lag, werde wegen des schwächeren Marktes und der geringen Kundenzahl um rund 100 Mill. zurückgehen.

Härter sagte, ZF wolle die Beziehungen mit Toyota ausbauen, die sich bisher auf Nutzfahrzeuge beschränkten. Es sei eine Option, sich ein Unternehmen zu kaufen, das bereits mit dem japanischen Autobauer im Geschäft sei. Der Konzern sehe sich generell nach Übernahmen um. „Wir beobachten den Markt.“ Auch für eine größere Akquisition sieht sich der drittgrößte deutsche Autozulieferer vorbereitet. „Zwei bis drei Mrd. können wir uns sicherlich leisten“, sagte Härter.

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