Aventis-Partnerschaft wird nicht fortgesetzt
Krebsmedikament steigert Medigene-Umsatz

Das Biotechnologieunternehmen Medigene hat dank seines Prostatakrebsmittels Eligard den Umsatz im zweiten Quartal deutlich gesteigert und den Verlust weiter verringert. Erstmals erzielte Medigene direkte Erlöse aus dem Verkauf von Eligard .

HB MÜNCHEN. Für das Gesamtjahr 2004 erhöhte die Firma ihre Umsatzprognose um 50 %. Von April bis Juni sei der Umsatz auf 4,9 Mill. € gestiegen von 0,7 Mill. € im Vorjahresquartal, teilte das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen am Mittwoch mit. Dabei entfielen 4,8 Mill. € auf Erlöse aus der Vermarktungspartnerschaft für Eligard sowie dem im Mai gestarteten Verkauf des Medikaments. Der Quartalsverlust sei auf 2,6 Mill. € reduziert worden von 8,4 Mill. € im Vorjahreszeitraum, hieß es weiter. Die liquiden Mittel per Ende Juni bezifferte Medigene mit 32,8 Mill. €.

Für das Gesamtjahr erhöhte die Biotechfirma wegen des erfolgreichen Verkaufsstarts von Eligard die Umsatzprognose um vier Mill. auf zwölf Mill. €. Der Verlust werde mit rund 14 Mill. € wohl leicht geringer ausfallen als die bislang erwarteten 15 Mill. €. 2003 hatte Medigene bei einem Umsatz von zwei Mill. € einen Verlust von 30 Mill. € ausgewiesen.

Die Partnerschaft mit dem Pharmakonzern Aventis zur Entwicklung eines Impfstoffes zur Behandlung von Schwarzem Hautkrebs werde nicht fortgesetzt, teilte Medigene weiter mit. Die in einer ersten klinischen Studie erzielten Ergebnisse seien nicht so ausgefallen, dass sie eine Fortsetzung der Medikamentenentwicklung rechtfertigten. Die Aktien der im Prime Standard gelisteten Medigene kletterten im frühen Handel um 6,4 % auf 6,87 €.

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