Avtovaz: Russischer Autobauer bittet Anteilseigner um Hilfe

Avtovaz
Russischer Autobauer bittet Anteilseigner um Hilfe

Wegen des Währungsverfalls sind die Fahrzeugverkäufe in Russland massiv eingebrochen. Das setzt auch dem größten Autobauer des Landes zu. Nun bittet Avtovaz seine Aktionäre um Hilfe.

MoskauAngesichts eines Rekordverlustes und sinkender Nachfrage bittet Russlands größter Autobauer Avtovaz seine Aktionäre – darunter Renault und Nissan – um Hilfe. Man sei zuversichtlich, von ihnen genug Unterstützung zu erhalten „um den Betrieb für die absehbare Zukunft finanzieren zu können“, erklärte das Management des Lada-Herstellers am Freitag. Avtovaz hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 73,85 Milliarden Rubel (etwa 839 Millionen Euro) erlitten, fast das Dreifache des Vorjahreswerts. Allerdings habe man auch den Marktanteil auf dem Heimatmarkt auf 18 Prozent von 16,4 Prozent steigern können.

Renault hält die Hälfte der Aktien in Avtovaz' Holding-Gesellschaft, Nissan etwa 17 Prozent und der russische Staatskonzern Rostec knapp 33 Prozent. Die Regierung in Moskau hat Avtovaz in der Vergangenheit unterstützt. So sorgte Präsident Wladimir Putin während der Finanzkrise 2008 dafür, dass der Konzern sich mit einem Kredit über Wasser halten konnte. Putin selbst fährt einen Lada-Jeep und hat das Fahrzeug wiederholt öffentlich angepriesen.

Nach Jahren mit Wachstumsraten von mehr als zehn Prozent, sind die Auto-Verkäufe in Russland wegen des Währungsverfalls eingebrochen. Dem Land machen die Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise sowie der Einbruch des Ölpreises zu schaffen. Opel etwa hat sich wegen der Krise aus Russland zurückgezogen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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