Die beiden deutschen Flughafenbetreiber planen nach Einschätzung von Berater Schneiderbauer ihre Expansion eher maßvoll und nicht um jeden Preis. Fraport-Vorstandschef Wilhelm Bender bestätigte, dass der Konzern bei Investitionen zurückhaltend sei: „Wir wollen Einfluss nehmen auf das Management, Know-how einbringen und so Geld verdienen.“
Hochtief hat 2005 die Gesellschaft Hochtief Airport Capital als „Investitionspartnerschaft“ mit drei Finanzinvestoren gegründet. Hochtief-Vorstand Peter Noé: „Hochtief Airport wird sein Portfolio mit Augenmaß weiter ausbauen – wir stehen nicht unter Zugzwang.“ Den derzeitigen Boom müsse man auch kritisch beobachten. Nicht jeder Flughafen habe die Voraussetzungen für erfolgreiches Wachstum.
Helaba-Analyst Schmitt ist davon überzeugt, dass die hohe Börsenbewertung von Hochtief unabhängig vom Ausbau des Flughafenportfolios allein durch den Heißhunger nach solchen Vermögenswerten untermauert wird. Bezogen auf die Ergebnisbeiträge dieser Projekte stehe der Konzern erst ganz am Anfang einer steilen Aufwärtsbewegung. agr/dih/ek
Wettlauf um Airports
Der Markt
Der Luftverkehr wird nach allgemeiner Brancheneinschätzung noch mehr als ein Jahrzehnt jährlich mit vier bis fünf Prozent wachsen. Das braucht reichlich Investitionen.
Der Marktführer
Marktführer BAA ist Eigentümer und Betreiber von sieben britischen Airports und weltweit auf einem Dutzend weiterer Flughäfen über Beteiligungen engagiert.
Die Wettbewerber
Neben Fraport und Hochtief tritt die australische Bankentochter Macquarie Airports an, unter anderem hat sie die Mehrheit in Brüssel, Rom und Kopenhagen.

