BAA wappnet sich gegen Übernahme: BAA: Vor dem Ansturm der Käufer

BAA wappnet sich gegen Übernahme
BAA: Vor dem Ansturm der Käufer

Der Investoren-Wettlauf um Großflughäfen gewinnt an Tempo. „Der Markt ist wieder richtig heiß. Es hat sich herumgesprochen, dass Flughäfen ziemlich krisensichere Investments sind, an denen selbst die Milliardenverluste der Airlines fast spurlos vorübergehen“, urteilt Dieter Schneiderbauer, Verkehrsexperte von Mercer Management Consulting.

HB DÜSSELDORF/LONDON. Mit der Ankündigung des spanischen Baukonzerns Grupo Ferrovial, den weltgrößten britischen Flughafenbetreiber BAA kaufen zu wollen, erreiche die Übernahmespirale jetzt eine neue Wendung, sagte Erhard Schmitt, Analyst von Helaba Trust.

BAA will sich gegen eine Übernahme durch Ferrovial wehren, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Firmenkreise. Problematisch wäre sie für die Investoren, die vergangene Woche Anleihen von BAA im Gesamtwert von 2,85 Mrd. Euro gezeichnet haben. Damit soll unter anderem der Kauf des Flughafens Budapest finanziert werden. In London wird spekuliert, dass ein Eigentümerwechsel die Großprojekte zum Ausbau der Londoner Flughafeninfrastruktur gefährden könnte. Die Regierung hätte jedoch keine Möglichkeiten, eine Übernahme zu verhindern. „BAA ist ein börsennotiertes Unternehmen wie jedes andere“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

Sollte es den Spaniern gelingen, mit einem Konsortium ein Gebot für BAA vorzulegen, werde das „sehr, sehr teuer“, schätzt Mercer-Analyst Schneiderbauer. Der Börsenwert der hoch profitablen Gesellschaft war nach der Ankündigung um 15 Prozent auf rund zwölf Mrd. Euro gestiegen, der Aktienkurs kletterte gestern um weitere vier Prozent. Merrill Lynch erhöhte das Kursziel bereits von 690 auf 850 Pence. Doch potenziellen Interessenten werde „kein Preis zu hoch sein“, vermutet Schneiderbauer.

Mit einer deutschen Beteiligung an einer BAA-Übernahme ist offenbar nicht zu rechnen. Sowohl der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport als auch der Baukonzern Hochtief haben bereits abgesagt.

Fraport ist an den Flughäfen in Hahn, Saarbrücken und Hannover beteiligt sowie weltweit unter anderem in Lima, Antalya und Kairo tätig. Der Konzern hatte kürzlich gemeinsam mit einem indischen Partner die Betriebsführung des Flughafens von Neu-Delhi gewonnen. Hochtief Airport, die an den Flughäfen von Athen, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana beteiligt ist, war im vergangenen Jahr im Rennen um den Flughafen Budapest gegen BAA gescheitert.

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