Backindustrie
Kamps kämpft um jeden Krümel

Trotz des weiterhin schwachen Konsumklimas in Deutschland weicht Michael Kern, Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer Kamps AG, nicht von seinen Plänen ab, Europas größten Brot- und Backwarenkonzern bald wieder in die schwarzen Zahlen zu führen.

ire DÜSSELDORF. Für das vergangene Jahr weist Kamps bei einem Nettoumsatz von 1,48 Mrd. Euro immerhin noch einen Verlust von 33 Mill. Euro aus. Investitionen von insgesamt 300 Mill. Euro in modernste Technik sollen bis 2006 dazu beitragen, die Produktivität im Kerngeschäft mit verpacktem Brot zu steigern. Dies kündigte Kern auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens gestern in Düsseldorf an.

Genug Potenzial, um den Umsatz des Konzerns in den nächsten drei Jahren um insgesamt 10 % zu steigern sieht Kern unter anderem in der Forcierung des Geschäftes mit so genannten „Bake-off-Stationen“ in den Filialen der Lebensmitteldiscounter Lidl und Aldi. Zu dem Ergebnis einer ersten Testphase bei Aldi wollte Kern allerdings noch nichts sagen.

An den Bake-off-Stationen werden Brot und Brötchen aus tiefgefrorenen Vorprodukten vor den Augen des Kunden fertig gebacken. Von derzeit rund 8000 Bake-off-Stationen in deutschen Supermärkten betreibt Kamps bereits die Hälfte. Die Einrichtung von bis zu 12 000 weiteren Stationen hält Kern für möglich.

Eine „Kannibalisierung“ des Angebots an verpacktem Brot, Bake-off-Stationen und Verkaufsstellen im Vorkassenbereich schließt der Kamps-Chef nicht aus. „Aber besser wir Kannibalisieren uns, als dass wir der Konkurrenz freien Raum lassen“, bemerkt Kern. Im laufenden Jahr erwartet Kern einen weiteren Konsolidierungstrend in der Bäckereibranche. „Ergebnis wird sein, dass die Zahl der kleinen und mittleren Marktteilnehmer deutlich zurückgehen wird“, sagt Kern.

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