Bafin schaltet Staatsanwaltschaft ein
Strafanzeige wegen EADS-Insiderhandel

Die massiven Aktienverkäufe im Umfeld der Lieferverzögerungen beim Großflugzeug A380 haben ein juristisches Nachspiel. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat bei der Staatsanwaltschaft München eine Anzeige gegen mehrere Personen eingereicht.

HB MÜNCHEN. „Die Ermittlungen richten sich nicht gegen das Top-Management der EADS“, sagte eine Bafin-Sprecherin dem Handelsblatt. Die Münchener Staatsanwaltschaft sprach von fünf Personen, die betroffen seien.

Die Bafin ermittelt parallel zur französischen Börsenaufsicht seit einem Jahr im Fall wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Im Juni 2006 brach der Aktienkurs der Airbus-Mutter EADS ein, nachdem der Flugzeughersteller Lieferprobleme eingestehen musste. Der Verkauf von Aktienoptionen im Vorfeld der Lieferschwierigkeiten kosteten auch den damaligen EADS-Chef Noël Forgeard den Posten.

Außer Forgeard sollen auch mehrere hundert Führungskräfte ihre Aktienoptionen im Frühjahr 2006 gezogen haben. Die französische Börsenaufsicht prüft derzeit, ob zu diesem Zeitpunkt bereits Informationen über die Schwierigkeiten bei der A380 im Unternehmen bekannt waren. Mehrere französische Kleinaktionäre haben ebenfalls Strafanzeige gestellt.

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