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14.11.2007 

Zu Engpässen könnte es auch beim Abtransport der fertigen Geländewagen aus Leipzig und der Sportwagen 911 aus Stuttgart-Zuffenhausen kommen, die für den Export bestimmt sind und per Bahn nach Emden transportiert werden. Diese Transporte könnten zum Teil auf die Straße verlagert werden, aber nicht zur Gänze. In Emden gebe es einen Puffer von einigen Tagen.

Notpläne zur Verlagerung von Bahn-Transporten auf die Straße habe Porsche auch für die Lieferung von Motoren und Komponenten aus Zuffenhausen nach Finnland, wo die Modelle Boxster und Cayman gebaut werden. "Wir haben uns seit Monaten mit den Spediteuren auf einen drohenden Bahnstreik vorbereitet“, sagte der Sprecher.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Mittwoch den größten Bahn-Streik der deutschen Geschichte gestartet. Während zunächst nur Güterzüge in den Depots blieben, müssen sich ab Donnerstag Millionen Pendler und Reisende auch im Personenverkehr auf ein Chaos einstellen.


» Streik im Personenverkehr: Auskunft und Notfallpläne im Internet


Die GDL will einen eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal und bis zu 31 Prozent mehr Geld. Die Bahn lehnt das ab. Die größeren Gewerkschaften Transnet und GDBA forderten die GDL erneut zur Kooperation auf. Die GDL vertritt nach eigenen Angaben rund drei Viertel der insgesamt 20 000 Lokführer.

Bahn-Personenverkehrs-Vorstand Karl-Friedrich Rausch sagte, mit rund 1000 Mitarbeitern im Dauereinsatz bereite sich die Bahn auf den Streik im Personenverkehr vor. Im Fernverkehr sollten etwa zwei Drittel der ICE-Züge und alle Nacht- und Autozüge verkehren. Ein Großteil der IC-Züge dagegen werde nicht fahren. In Ostdeutschland wolle die Bahn mit 30 Bussen ihrer Tochtergesellschaft BEX Linien zwischen Berlin und Stralsund, Frankfurt/Oder, Dresden und Cottbus anbieten.

Im Regionalverkehr gibt es nach Rauschs Angaben wie bereits an den vergangenen Streiktagen ein West-Ost-Gefälle. 50 Prozent der Leistungen sollten durchschnittlich gefahren werden. Wenig Hoffnungen machte Rausch für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. "Dort können wir nur zehn Prozent unserer Leistungen anbieten.“ Mit 450 Bussen im Regionalverkehr soll deutschlandweit Ersatz geboten werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Chaos auch in Frankreich

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