Die Bundesregierung nannte den Streik eine Belastung für die Volkswirtschaft. Ein Sprecher forderte Konzern und Gewerkschaft auf, die Eskalation nicht weiter zu treiben.
Logistikvorstand Bensel erneuerte die Bereitschaft zu Verhandlungen, machte aber kein neues Angebot und lehnte auch den geforderten separaten Tarifvertrag ab. "Wichtig ist, dass die Gewerkschaft an den Tisch zurückkommt und wir über die vorgelegten Angebote sprechen. Die Tür ist offen, wir warten.“
Auch in Frankreich sorgte ein Ausstand für ein landesweites Chaos Mit ihrem zweiten landesweiten Streik gegen die geplante Rentenreform haben die französischen Eisenbahner ihre Kraftprobe mit Staatspräsident Nicolas Sarkozy zugespitzt. Zahlreiche Bahnhöfe blieben verwaist. Nur jeder sechste TGV verließ das Depot. Um Paris bildeten sich mehr als 200 Kilometer Stau. Sarkozy ging überraschend auf die Gewerkschaftsforderung nach Verhandlungen ein. Die Eisenbahner und Beschäftigen der Pariser Verkehrsbetriebe beschlossen dennoch, ihren Streik am morgigen Donnerstag fortzusetzen.
Für den Präsidenten ist es der härteste Machtkampf seit seinem Amtsantritt vor sechs Monaten. Nun beauftragte er Arbeitsminister Xavier Bertrand, das weitere Vorgehen mit den Gewerkschaften abzusprechen, wie sein Sprecher mitteilte. Bertrand empfing bereits erste Arbeitnehmervertreter. Einzelheiten über eventuelle Zugeständnisse wurden nicht bekannt.

