Bahnbranche
Bahnindustrie zehrt von ihrem Polster

Die großen Konzerne strahlen zwar immer noch Optimismus aus, doch nach und nach erreicht die Krise auch die Bahnindustrie. Nach Jahren der Aufwärtsentwicklung drohen angesichts sinkender Nachfrage Preisverfall und Arbeitsplatzabbau. Derzeit lebt die Bahnindustrie noch von ihren hohen Auftragsbeständen.

DÜSSELDORF. "Fast alle Signale deuten darauf hin, dass die Bahnbranche 2009 zeitverzögert zur Konjunkturentwicklung in den Abschwung gerät", heißt es im aktuellen "Branchenbarometer" der Hamburger Unternehmensberatung SCI Verkehr.

Auch wenn sich die Auftragslage derzeit noch auf hohem Niveau halte, habe sich das Geschäftsklima in den letzten Wochen weiter verschlechtert, stellt die Untersuchung fest. Zwar seien nur sieben Prozent der befragten Unternehmen mit der aktuellen Situation unzufrieden und 27 Prozent meldeten sogar eine positive Entwicklung. Aber ein Viertel der befragten Unternehmen gesehen.

Für das erste Quartal 2009 rechnen laut SCI nur noch 40 Prozent der Firmen mit einer guten Geschäftslage, während in den Quartalen zuvor die Zufriedenheit noch bei 60 und 55 Prozent gelegen habe. Nach dem die Industrie vor dem Hintergrund der weltweiten Renaissance der Eisenbahn ab 2006 ständig neue Mitarbeiter einstellte, haben laut der Umfrage nunmehr 28 Prozent der Firmen vor, Personal zu entlassen. Allerdings betreffe dies zunächst vor allem Zeit- und Leiharbeiter.

Die Bahnindustrie lebt derzeit von ihren hohen Auftragsbeständen. Dem Branchenbarometer zufolge halten 43 Prozent der Unternehmen das Polster noch für beruhigend, lediglich 17 Prozent klagen über zu wenig Aufträge. Im vergangenen Jahr hat die Branche beim Umsatz die Zehn-Milliarden-Euro-Grenze erstmalig überschritten. Genaue Zahlen wird der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) erst im März nennen. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei gut 41 000.

In den großen, über die Branche hinaus aufgestellten Konzernen wie Siemens, Bombardier oder Alstom gelte die Abteilung Schiene derzeit noch als der große Retter, der dramatische Entwicklungen in anderen Bereichen abfedere, sagte ein Sprecher des VDB. Auch im Mittelstand seien die Unternehmen noch nicht so beunruhigt. "Noch bewegt sich die Industrie im grünen Bereich", sagte der Sprecher.

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