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Bahntechnikkonzern: Eigentümerfamilie will Einfluss auf Vossloh stärken

Der größter Anteilseigner des Bahntechnikkonzerns Vossloh ist die Eigentümer-Familie. Diese Anteile sollen nach einem Medienbericht erhöht werden - vor allem, um den Einfluss fremder Investoren zurück zu drängen.

Ein Schienenbefestigungssystem für Schottergleise. Quelle: dpa
Ein Schienenbefestigungssystem für Schottergleise. Quelle: dpa

FrankfurtDie Vossloh-Familie will ihren Einfluss auf den Bahntechnikkonzern stärken. „Wir haben dieses Unternehmen immer als unser Unternehmen gesehen“, sagte der Sprecher der Familie, Peter Langenbach, der „Financial Times
Deutschland“. „Es gibt Teile der Familie, die gerade ihren Anteil erhöhen.“ Der Stimmenpool, in dem die Familie ihre Aktien gebündelt hat, werde so vergrößert. Zum Umfang des Zukaufes wollte Langenbach aber keine Angaben machen.

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Knorr-Bremse-Eigner Heinz Hermann Thiele war im Frühjahr bei Vossloh eingestiegen und hält inzwischen über 15 Prozent an dem Konzern. Er will sein Aktienpaket weiter aufstocken auf 25 Prozent und hat einen entsprechenden Antrag beim Bundeskartellamt gestellt. Die erste Phase der Prüfung bei der Behörde endet am Donnerstag.

Bei einem Stimmrechtsanteil von 25 Prozent hätte Thiele Anspruch auf mindestens einen Sitz im Aufsichtsrat und könnte zudem in der Hauptversammlung Beschlüsse verhindern, die eine 75-prozentige Mehrheit brauchen. Die Familie, die mit 31 Prozent größter Anteilseigner ist, hat aber bereits mehrfach erklärt, nicht zu verkaufen.

„Dass Leute von uns Kasse machen wollten, haben wir in den 90er Jahren erlebt. Die haben ein schlechtes Geschäft gemacht, wenn ich mir die Unternehmensentwicklung anschaue“, sagte Langenbach. „Übrig geblieben ist der harte Kern“, sagte Anne Traub, Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Vossloh-Familiengesellschaft. Entscheidungen der rund 100-köpfigen Familie würden in der Regel einstimmig getroffen.

Es werde kein Vossloh-Familienmitglied Aktien an Thiele abgeben, habe Langenbach dem Investor gegenüber klar gemacht. „Das war für ihn schwer zu glauben.“ Die Botschaft sei aber angekommen, seitdem habe es keinen Kontakt mehr zwischen Familie und Investor gegeben.

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