Bahntechnikkonzern
Vossloh erwartet deutlichen Umsatzschub

Vossloh freut sich über einen Rekord-Auftragsbestand: Gerade außerhalb Europas verbucht der Bahntechnikkonzern steigende Umsätze. Gute Nachrichten für die Firma, die in diesem Jahr viele Rückschläge erleiden musste.
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DüsseldorfDer Bahntechnikkonzern Vossloh hofft nach Schadenersatzforderungen und Projektverzögerungen nun auf bessere Zeiten. Der Rekord-Auftragsbestand von über 1,7 Milliarden Euro stimmt den Vorstand zuversichtlich, 2014 wieder Fahrt aufzunehmen. „Im kommenden Jahr erwarten wir einen deutlichen Umsatzschub und ein wesentlich besseres Ergebnis als im laufenden Geschäftsjahr“, erklärte Firmenchef Werner Andree. Er peile ein Umsatzplus von zehn bis 15 Prozent an. Neben der Orderflut im Bereich Schienenfahrzeuge und Komponenten profitiere der Konzern zunehmend von Aufträgen außerhalb Europas. Nach der Expansion der vergangenen Jahre erlöst Vossloh inzwischen 40 Prozent des Konzernumsatzes außerhalb Europas; vor sechs Jahren waren es noch zehn Prozent gewesen.

Die Aussichten sorgten auch bei den Anlegern für gute Stimmung: Die Vossloh-Aktien kletterten knapp drei Prozent auf 74,75 Euro und waren damit der größte Gewinner im Kleinwertesegment SDax.

Im laufenden Jahr machen dem Konzern allerdings noch Rückstellungen für Kunden-Schadenersatzforderungen und Projektverzögerungen einen Strich durch die Rechnung. Andree konstatierte zwar eine deutliche Verbesserung der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal - das reicht aber nicht, den Gewinneinbruch im ersten Halbjahr auszugleichen. Er bekräftigte die bereits reduzierte Jahresprognose, die lediglich ein Umsatzplus von gut fünf Prozent und eine Umsatzrendite (Ebit-Marge) von vier bis fünf Prozent vorsieht.

Nach einem Halbjahresverlust schrieb Vossloh im dritten Quartal mit acht Millionen Euro netto wieder schwarzen Zahlen. Vor Jahresfrist verdiente der Konzern allerdings knapp 17 Millionen Euro. Operativ sank der Gewinn (Ebit) auf 21,9 (Vorjahr: 30,1) Millionen, der Umsatz stieg auf 350,3 (320,2) Millionen Euro, was etwas über den Erwartungen der Analysten lag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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