Bahntechnikkonzern
Vossloh-Großaktionär hält knapp 20 Prozent

Der Knorr-Bremse-Eigner Thiele kündigte an, seine Anteile auf 25 Prozent aufstocken zu wollen. Das Bundeskartellamt genehmigte die Minderheitsbeteiligung. Die Familiengemeinschaft Vossloh will weiterhin nicht verkaufen.
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DüsseldorfVossloh-Großaktionär Heinz Hermann Thiele hat seine Anteile an dem offenbar Bahntechnikkonzern weiter aufgestockt. Der Knorr-Bremse-Eigner halte inzwischen 19,5 Prozent an Vossloh, erfuhr Reuters am Dienstag von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person.

Das Bundeskartellamt hat die von Knorr-Bremse-Eigner Heinz Hermann Thiele geplante Aufstockung seines Anteils am Bahntechnikkonzern Vossloh genehmigt. Nach intensiver Prüfung habe die Behörde den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung frei gegeben, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Da Knorr-Bremse über eine starke Stellung bei Bremssystemen für Schienenfahrzeuge verfüge, habe das Kartellamt den Zusammenschluss eingehend geprüft. „Im Ergebnis lagen jedoch keine durchgreifenden wettbewerblichen Bedenken gegen den Zusammenschluss vor“, sagte Behörden-Chef Andreas Mundt. Eine Entscheidung der österreichischen Wettbewerbshüter steht allerdings noch aus. Ein Sprecher der Wiener Behörde kündigte ein Prüfungsergebnis für April an.

Thiele war im Frühjahr 2011 bei einem Aktienkurs von rund 95 Euro bei Vossloh eingestiegen und hatte zunächst über 15 Prozent der Stimmrechte erworben. Im Sommer vergangenen Jahres kündigte er dann an, auf 25 Prozent aufstocken zu wollen. Bei einem Stimmrechtsanteil von 25 Prozent hätte Thiele Anspruch auf mindestens einen Sitz im Aufsichtsrat und könnte in der Hauptversammlung Beschlüsse verhindern, die eine 75-prozentige Mehrheit brauchen.

Größter Anteilseigner ist derzeit mit 31 Prozent die Familiengemeinschaft in der Vossloh GbR. Diese hat bereits mehrfach erklärt, nicht verkaufen zu wollen. Vielmehr würden einzelne Mitglieder aufstocken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Man kann Vossloh nur wünschen, daß der entscheidungsunfreundliche und altmodische Herr Thiele nicht die Gelegenheit der Mitsprache durch den Aufsichtsrat erhält. Ein solch zukunftsblockierender und unmoderner Kopf wie Herr Thiele würde ein Desaster für die relativ modernen Strukturen bei Vossloh bedeuten.
    Herr Thiele hat bereits genug Besitz und auch eine Rente für Generationen seines Blutes. Er sollte sich aus gewissen Geschäften verabschieden, wenn er der Welt noch etwas gutes tuen möchte.
    Was er monetär bei der Knorr in München bewrkt hat sei gewürdigt, aber die Einschnitte, die es für die Belegschaft gegeben hat, die Ignoranz die den Menschen seit dem im Unternehmen entgegenschlägt, ist Vossloh bei weitem nicht zu wünschen!

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