Bahntechnikkonzern
Vossloh sorgt für positive Nachrichten

Vossloh zeigt sich krisenfest. Der Bahntechnikkonzern Vossloh startete mit leichten Gewinnzuwächsen ins Jahr 2009. Und auch an der Prognose für das Gesamtjahr drehte Vossloh nicht.

HB WERDOHL. Die Wirtschaftsflaute hat den Verkehrstechnik-Konzern Vossloh auch zu Beginn des neuen Jahres nicht bremsen können. „Wir bleiben optimistisch“, sagte Vorstandschef Werner Andree am Mittwoch in Werdohl. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Nachfrage nach Schieneninfrastruktur und innovativen Schienenfahrzeugen zunehmen wird.“ Die Prognosen für dieses und das kommende Jahr bestätigte er und begründete dies mit dem noch gestiegenen Auftragsbestand von rund 1,2 Mrd. Euro, der bis ins Jahr 2010 hinein reiche. Erst jüngst hatte das spanische Valencia Stadtbahnen für einen dreistelligen Millionenbetrag geordert.

Von Januar bis März blieb der Umsatz stabil bei 288,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich sogar leicht auf 30,5 Mio. Euro. Der Überschuss legte um knapp fünf Prozent auf 20,3 Mio. Euro zu. Bei allen Kennziffern hatten die Analysten mit einem Rückgang gerechnet. Mit der Verbesserung bildet Vossloh eine absolute Ausnahme unter den deutschen Industrieunternehmen. Grund ist der besondere Markt: Schienenprojekte sind zumeist langfristig angelegt und staatlich finanziert.

Getragen wurde das unerwartet gute Abschneiden beim Verkauf von Schienenbefestigungen, deren Umsatz um drei Viertel stieg. Die Geschäfte im Inland, in Spanien und China seien gut gelaufen, hieß es zur Begründung. Die anderen Sparten mussten dagegen Abstriche hinnehmen: Vossloh produziert noch Weichen, Diesellokomotiven und Nahverkehrstechnik. Weltweit beschäftigen die Sauerländer knapp 4 700 Menschen.

Das Unternehmen will trotz aller weltwirtschaftlichen Turbulenzen weiter wachsen. Dafür modernisiert und baut Vorstandschef Andree die Standorte mit viel Geld aus. Zuletzt hat er auch in kleinem Maße zugekauft - einen polnischen Weichenhersteller. Er erhofft sich einen zusätzlichen Schub durch die weltweit aufgelegten Konjukturpakete, die vielfach den Ausbau der Infrastruktur zum Ziel haben. So soll der Umsatz in diesem Jahr und dem kommenden Jahr um jeweils gut sechs Prozent steigen und auch das betriebliche Ergebnis soll weiter zulegen.

Um die Ziele zu erreichen, das stellte Vossloh aber klar, müsse sich die Nachfrage in Nordamerika im weiteren Jahresverlauf beleben. Zudem sei die Prognose an Folgeaufträge in China geknüpft. Hier hatte das Unternehmen bereits einen Großauftrag für Schienenbefestigungen gewonnen, den es aktuell abarbeitet. In den kommenden Wochen wird die neue Ausschreibung erwartet. Das mögliche Volumen für Vossloh wird von Analysten auf 200 bis 250 Mio. Euro geschätzt. Im vergangenen Jahr hatte Vossloh seine ambitionierten Ziele klar übertroffen und ein neues Rekordergebnis eingefahren.

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