Bahnunternehmen: Eurostar verzeichnet Fahrgast-Rekord

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Eurostar verzeichnet Fahrgast-Rekord

Selbst der folgenschwere Brand im Ärmelkanal-Tunnel konnte Eurostar das Jahr 2008 nicht vermiesen - zumindest im Hinblick auf die nackten Zahlen. Das Bahnunternehmen hat im vergangenen eine Rekordzahl an Passagieren transportiert.

HB PARIS. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 9,1 Mio. Fahrgäste mit den Hochgeschwindigkeitszügen gereist und damit rund 800 000 mehr als 2007, sagte Eurostar-Präsident Guillaume Pepy am Dienstag in Paris. Dies entspreche einem Wachstum von 10,3 Prozent. Der Umsatz kletterte um 10,9 Prozent auf 664 Mio. Pfund (732 Mio. Euro).

Laut Pepy werden die durch den Tunnelbrand im November verursachten Fahrplanänderungen und Reisezeitverlängerungen erst Anfang März wieder rückgängig gemacht werden können. Bei dem Feuer eines Frachtzuges in einer der Röhren waren mehrere Menschen leicht verletzt worden. Seitdem dauern die Fahrten zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien rund 20 Minuten länger als üblich. Zudem mussten einige Verbindungen gestrichen werden.

Eurostar denkt nach Angaben von Pepy über neue Verbindungen nach. Ziele könnten das niederländische Amsterdam, aber auch auch Städte wie Rotterdam oder das belgische Antwerpen sein. Um wirklich konkurrenzfähig zu sein, solle aus dem jetzigen Gemeinschaftsunternehmen ein Unternehmen mit Aktionären gemacht werden, das eigenständig Entscheidungen treffen könne. "Dadurch wird es sehr viel reaktionsfähiger sein", sagte Pepy.

Eurostar wurde als Gemeinschaftsprojekt der Bahngesellschaften SNCF (Frankreich) und SNCB (Belgien) sowie der inzwischen privatisierten British Rail (Großbritannien) gegründet. Es fährt seit 1994 mit Hochgeschwindigkeitszügen durch den Eurotunnel zwischen Calais in Frankreich und dem englischen Folkestone. Den britischen Anteil hält heute das Unternehmen Eurostar UK Ltd (EUKL).

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