Balda-Aufsichtsrat Streit um Besetzung geht weiter

Der Machtkampf um den Aufsichtsrat von Balda nimmt kein Ende: Ein Amtsgericht hat dem Antrag des Großaktionärs Elector auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung stattgegeben. Balda aber will sich wehren.
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Die Balda AG in Bad Oeynhausen Wulferdingsen. Seine Zuversicht stützt das Unternehmen auf höhere Bestellungen eines US-Kunden im Bereich Hifi-Lautsprecher. Quelle: dpa

Die Balda AG in Bad Oeynhausen Wulferdingsen. Seine Zuversicht stützt das Unternehmen auf höhere Bestellungen eines US-Kunden im Bereich Hifi-Lautsprecher.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Streit um die Besetzung des Balda -Aufsichtsrates geht in die nächste Runde. Das Amtsgericht Bad Oeynhausen habe dem Antrag des Großaktionärs Elector auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung stattgegeben, teilte Balda am Donnerstag mit. Elector will so die Ablösung des Aufsichtsratschefs Michael Naschke sowie der Aufsichtsratsmitglieder Irene Schetelig und Wilfried Niemann erreichen. Balda werde gegen den Gerichtsbeschluss Beschwerde einlegen, kündigte ein Sprecher an. Darüber hinaus werde beantragt, den Vollzug des Beschlusses auszusetzen.

Elector will auf der Hauptversammlung die Neubesetzung des dreiköpfigen Kontrollgremiums durchsetzen. Im Streit darum hatte der Großaktionär allerdings zuletzt vor dem Oberlandesgericht Hamm eine Schlappe hinnehmen müssen. Eine Beschwerde Electors gegen die Besetzung des Aufsichtsrates hatte das Gericht abgewiesen.

Die Elector GmbH des Rechtsanwalts Thomas van Aubel hatte zum Jahresbeginn 27 Prozent an dem Kunststoffteile-Hersteller vom ehemaligen Großaktionär, der taiwanischen Familie Chiang, erworben. Van Aubel hatte daraufhin umgehend eine „angemessene Repräsentanz“ im Aufsichtsrat gefordert.

Mitte März hatte der Aufsichtsrat angekündigt, dass die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie erhalten sollen. Damit würden im Herbst 88,3 Millionen Euro ausgeschüttet - was nahezu dem vollständigen Erlös aus dem Verkauf einer Restbeteiligung an dem taiwanischen Touchscreen-Hersteller TPK entspreche. Diese Entscheidung sei van Aubel ein Dorn im Auge, hatte Balda erklärt.

  • rtr
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