Bankenkreise
Olympus legt Zahlen fristgerecht vor

Olympus wird laut seinen Gläubigern die Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr fristgerecht vorlegen. Nach dem Bilanzfälschungsskandal war Olympus zusätzliche Zeit bis Mitte Dezember eingeräumt worden.
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TokioDer wegen Bilanzfälschung in die Bredouille geratene Kamerahersteller Olympus wird nach Informationen aus Bankenkreisen seine überfälligen Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr fristgerecht vorlegen. Olympus-Präsident Shuichi Takayama habe dies den Gläubigern zugesichert, sagte am Mittwoch ein Bankenvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Tokioter Börsenaufsicht hat Olympus bis 14. Dezember Zeit gegeben. Andernfalls soll das Unternehmen zwangsweise von der Börse genommen werden.

Die Person äußerte sich am Rande eines Treffen der Olympus-Führung mit etwa hundert Bankern von rund 40 Instituten. Bei der Veranstaltung entschuldigte sich Olympus nach Angaben von Teilnehmern für massive Fehlbuchungen. Die Konzernführung wolle nun auch juristisch gegen die für die Bilanzfälschung Verantwortlichen vorgehen, hieß es in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter, von der Reuters berichtet wurde.

Der drohende Verlust der Börsennotierung nach 62 Jahren hat bei Investoren die Sorgen über das Überleben des traditionsreichen Unternehmens verstärkt. Die Firma existiert bereits seit 92 Jahren. In dem Skandal ermitteln in Japan mittlerweile Börsenaufsicht, Staatsanwaltschaft und Polizei. Auch eine US-Behörde sieht sich den Fall an. Auch die für Betrug zuständige britische Aufsicht habe eine Untersuchung eingeleitet hat, hieß es in Kreisen.

Olympus hat vor wenigen Tagen eingeräumt, über Jahrzehnte Verluste aus Wertpapiergeschäften verheimlicht und falsch verbucht zu haben. Die Fehlbuchungen sollen sich auf bis zu 1,5 Milliarden Dollar belaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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