Barry Callebaut
Schokolade schmeckt auch in der Rezession

Schokolade wird auch in schwierigen Zeiten gern gegessen. Davon profitiert auch Barry Callebaut. Der weltgrößte Kakao- und Schokoladekonzern macht auch in der Rezession mehr Gewinn und Umsatz.
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HB ZÜRICH. Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat in der Wirtschaftskrise seine Position als weltweite Nummer eins ausgebaut. Der Weltmarkt sei im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende August) das erste Mal seit mehr als zehn Jahren geschrumpft, und zwar um zwei Prozent, teilte das Management am Donnerstag mit.

Dagegen steigerte der Konzern, der nicht direkt am Markt auftritt, sondern Schokolade für Marken wie Nestle, Cadbury und Hershey produziert, seinen Umsatz um 1,3 Prozent auf 4,9 Mrd. Franken (drei Mrd. Euro). Den Reingewinn legte sogar um 10,4 Prozent auf 227 Mio. Franken zu. Fürs laufende Geschäftsjahr stellte Konzernchef Jürgen Steinemann „wiederum ein starkes Wachstum des Konzerngewinns“ in Aussicht.

Nach einem Tief im Winter 2008 hätten wichtige europäische Märkte ihre Wachstumsdynamik zurückgewonnen, erklärte Barry Callebaut. Wachstumsraten wie in der Vergangenheit zeichnen sich aber nicht mehr ab. Der Konzern peilt nun für die kommenden drei Jahre ein durchschnittliches Mengenwachstum zwischen sechs und acht Prozent an, nachdem die Messlatte bisher bei elf bis 14 Prozent gelegen hatte. Analysten hatten mit einer reduzierten Prognose gerechnet. Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen erscheine diese als „sehr realistisch“, urteilte Analystin Claudia Lenz von der Bank Vontobel.

Den Aktionären wird mit einer Erhöhung der - als Nennwertreduktion vorgenommenen - Ausschüttung um einen Franken auf 12,50 Franken pro Aktie der Jahresabschluss versüßt.

An der leicht schwächeren Börse verlor die Barry-Callebaut-Aktie am Vormittag gleichwohl knapp ein Prozent.

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