Basel III

Finanzsparte von VW benötigt mehr Eigenkapital

Die Finanzierungs- und Leasingsparte von VW ist so groß, dass sie sogar beim EU-Bankenstresstest mitmacht – doch geht es nach den Regeln von Basel III, muss sich der Autobauer eine größere Decke mit Eigenkapital zulegen.
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Anfang des Jahres hatte VW seiner Finanztochter eine Kapitalspritze über 2,3 Milliarden Euro verabreicht. Quelle: Reuters

Anfang des Jahres hatte VW seiner Finanztochter eine Kapitalspritze über 2,3 Milliarden Euro verabreicht.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Finanzsparte von Europas größtem Autobauer Volkswagen benötigt mehr Eigenkapital. „Unsere Finanzplanung geht von deutlichem Wachstum aus. Zudem wissen wir, was im Rahmen von Basel III noch an weiteren Eigenkapitalentwicklungen angefordert wird“, sagte der Finanzchef von VW Financial Services, Frank Fiedler, der „Börsen-Zeitung“ vom Samstag. „Aus diesen beiden Aspekten gibt es weiterhin Eigenkapitalbedarf.“ Das beunruhige ihn aber nicht, weil der Konzern liquide sei.

Zu der Sparte gehört das gesamte Kredit- und Leasinggeschäft des Unternehmens außer dem der LKW-Marke Scania, dem von Porsche und des österreichischen VW-Importeurs Porsche Holding Salzburg. Das Finanzdienstleistungsgeschäft von MAN kam zum Jahreswechsel hinzu. Anfang des Jahres hatte der Autokonzern seiner Finanztochter eine Kapitalspritze über 2,3 Milliarden Euro verabreicht.

Mit Blick auf den Banken-Stresstest der Europäischen Zentralbank zeigte sich Fiedler gelassen. „In Bezug auf das inhaltliche Ergebnis, die Stresstests und die Frage, ob wir abgesichert und mit genug Eigenkapital für unser Geschäft ausgestattet sind, fühlen wir uns sehr komfortabel.“ Allerdings sei das Ganze organisatorisch eine Herausforderung.

Die Autofinanzierungs- und Leasingsparte von Volkswagen ist mit einer Bilanzsumme von 115 Milliarden Euro einer von 24 deutschen Teilnehmern am laufenden Stresstest der EZB.

  • rtr
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