BASF: Betrieb wird stückweise wieder hochgefahren

BASF
Betrieb wird stückweise wieder hochgefahren

BASF hat bekanntgegeben, dass der Betrieb des Werks in Ludwigshafen nach der Explosion langsam wieder aufgenommen wird. Durch die Berufung auf „höhere Gewalt“ fallen weiterhin Verpflichtungen weg.

FrankfurtBASF fährt zwei Tage nach der Explosion in Ludwigshafen seine zentralen Produktionsanlagen wieder hoch. Die sogenannten Steamcracker nähmen in den kommenden Tagen schrittweise ihren Betrieb wieder auf, erklärte der Chemiekonzern am Mittwochabend. Die Cracker sind an dem Standort die Herzstücke: In den Anlagen werden petrochemische Ausgangsstoffe aufgespalten. Sie wurden nach der Explosion am Montag heruntergefahren, da die Versorgung mit Rohstoffen unterbrochen war. In der Folge mussten auch andere Anlagen die Produktion drosseln oder einstellen. Derzeit seien noch 24 Anlagen vollständig heruntergefahren, darunter die beiden Steamcracker, erklärte BASF. Durch das Wiederanfahren der Cracker würden auch die weiteren Anlagen in den kommenden Tagen schrittweise wieder anfahren beziehungsweise die Auslastung erhöhen.

Die Versorgung des Standorts mit Rohstoffen stellt aber weiter ein Problem dar. Der Landeshafen Nord, in dem sich die Explosion ereignet hatte, ist außer Betrieb. Bei dem Unglück wurden auch verschiedene Rohrleitungen für zugekaufte Rohstoffe beschädigt. Daher hat BASF „Force Majeure“-Erklärungen für die Abnahme von Naphtha, Ethylen und Propylen herausgegeben. Durch die Berufung auf „höhere Gewalt“ („Force Majeure“) wird der Konzern ohne Haftung von seinen Abnahmeverpflichtungen befreit.

Zu den Auswirkungen auf die BASF-Kunden äußerte sich der Konzern nicht näher. Es würden verschiedene Maßnahmen geprüft, um den Einfluss auf Kundenlieferungen so gering wie möglich zu halten, erklärte das Unternehmen lediglich. BASF sei in engem Kontakt mit den Kunden, um sie über die Verfügbarkeit von Produkten zu informieren. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, das Unternehmen habe für etliche Chemikalien „Force Majeure“ ausgerufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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