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17.10.2005 
Gründung von Treuhandfonds

BASF lagert Pensionen aus

BASF gründet einen Treuhandfonds, um darin seine Pensionsverpflichtungen einzubringen. Bis Ende dieses Jahres zahlt der weltgrößte Chemiekonzern 3,7 Milliarden Euro ein.

HB FRANKFURT. Mit dem so genannten Contractual Trust Arrangement (CTA) würden künftig auch Leistungen extern finanziert, die über die Grundversorgung der bestehenden BASF-Pensionskasse hinausgingen, teilte der Konzern am Montag mit. Bei der Ausstattung des Treuhandfonds nutze der Konzern seine Finanzstärke. BASF wolle damit die internationale Vergleichbarkeit seiner Finanzberichterstattung verbessern, hieß es. Mit dem CTA werden künftig Pensionsverpflichtungen aus der Bilanz herausgenommen. Ende 2004 hatte der Konzern Pensionsverpflichtungen von rund 3,9 Milliarden Euro in seiner Bilanz, wovon 2,9 Milliarden Euro auf die BASF AG entfielen. Der Schritt diene ausschließlich dazu, die Verpflichtungen der BASF AG abzudecken, sagte ein Sprecher. „Der Trust ist höher ausgestattet, um auch künftig die laufenden Verpflichtungen voll abdecken zu können,“ ergänzte er. BASF überträgt bei einem solchen CTA Vermögenswerte auf einen Treuhänder, die danach nur für Pensionsverpflichtungen eingesetzt werden dürfen. An den Versorgungsansprüchen der Beschäftigten und Pensionäre gegenüber der BASF AG ändere sich nichts. Nach Einschätzung von Silke Stegemann, Chemieanalystin bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, ist die Gründung des Fonds positiv zu sehen. „Damit gleicht sich BASF internationalen Gepflogenheiten bei der Bilanzierung an“, erläuterte sie. „Der Schritt läuft auf eine Bilanzverkürzung heraus, womit sich die Bilanzrelationen bei BASF verbessern,“ sagte sie. BASF könne bei der langfristigen Anlage in dem Fonds zudem auf eine höhere Rendite hoffen.
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