BASF macht Übernahmeangebot: Aktionärin verklagt Engelhard

BASF macht Übernahmeangebot
Aktionärin verklagt Engelhard

Der Druck auf das Management des amerikanischen Spezialchemieherstellers Engelhard nimmt zu, sich mit dem Übernahmeangebot des Chemiekonzerns BASF auseinander zu setzen. Der weltgrößte Chemiekonzern hat unterdessen sein Barangebot offiziell vorgelegt.

FRANKFURT. Wegen ihrer Weigerung, sich mit den Kaufinteressenten an den Verhandlungstisch zu setzen, haben sich Engelhard-Chef Barry W. Perry und fünf Vorstandskollegen eine Aktionärsklage zugezogen.

Die Anteilseignerin Hindy Silver hat beim State Court in Trenton, New Jersey, Klage eingereicht, um das Engelhard-Management gerichtlich an den Verhandlungstisch zu zwingen – mit BASF oder mit jedem anderen Unternehmen, dessen Offerte die Rentabilität ihrer Anlage erhöht.

Alternativ dazu fordert die Klägerin eine so genannte Giftpille zur Abwehr des Angebots. Darunter versteht man in der angelsächsischen Finanzwelt die Ausgabe von Gratisaktien an die Anteilseigner, um ein feindliches Übernahmeangebot zu verteuern.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will Silver nicht nur für sich selbst klagen, sondern hat die Zulassung einer Sammelklage beantragt. Bei Engelhard war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Zeitplan für die Übernahme dürfte in Kürze stehen, denn nach Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen wollen die Ludwigshafener die Offerte noch in dieser Woche bei der US-Wertpapieraufsicht SEC anmelden. Dann läuft für Engelhard der Countdown. Denn nach dem amerikanischen Übernahmerecht muss das Unternehmen innerhalb von zehn Tagen reagieren. Zu einer feindlichen Übernahme wird der Annäherungsversuch offiziell erst, wenn es auch dann bei der Ablehnung bleibt.

BASF hat den Engelhard-Aktionären ein Barangebot im Wert von 4,9 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt, nachdem Gespräche über eine freundliche Übernahme kurz vor Weihnachten an der Ablehnung des Engelhard-Managements scheiterten. Auf dieses ungebetene Übernahmeangebot hin, das BASF am vergangenen Dienstag veröffentlichte, forderte Engelhard die Aktionäre auf, vorerst nichts zu unternehmen. In den kommenden Tagen will das Management darüber beraten, wie es mit den ungebetenen Avancen der Ludwigshafener umgeht.

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