BASF, Roche und Aventis gewinnen Prozess
Chemiekonzerne müssen in den USA nur eine Kartellstrafe zahlen

Der Chemiekonzern BASF und andere nicht-amerikanische Vitaminhersteller können aufatmen: der Oberste Gerichtshof der USA verbot es ausländischen Firmen, gegen Wettbewerbsverstöße außerhalb des Landes vor US-Gerichten zu klagen.

HB/tor NEW YORK. Damit müssen die der Preisabsprache beschuldigten Vitaminhersteller nicht fürchten, für ihre angeblichen Vergehen weitere Milliardenbeträge zu zahlen.

BASF, Roche und Aventis hatten bereits vor fünf Jahren 1,2 Mrd. Dol-lar an amerikanische Vitamin-Verbraucher gezahlt, um einen Prozess abzuwenden. Daraufhin hatten Firmen aus Equador, Australien und anderen Ländern ebenfalls in den USA Klagen gegen die vermeintlichen Kartellsünder eingereicht. Der Grund: nach US-Recht können die Betroffenen mit erheblich höheren Schadenersatzzahlungen rechnen.

Die obersten Richter entschieden jedoch, dass ausländischen Firmen der Rechtsweg in den USA verbaut ist, wenn die Verstöße im Ausland stattgefunden haben. US-Firmen dürfen dagegen auch in diesem Fall die Sünder in den USA vor den Kadi ziehen.

Hätten sich die Kläger aus dem Ausland durchgesetzt, wäre das US-Wettbewerbrecht quasi durch die Hintertür in andere Länder exportiert worden. Wirtschaftsvertreter aus vielen Ländern hatten deshalb auf die Abweisung der Klage gehofft.

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