BASF
Schwellenländer sollen Umsatz puschen

Mit Spannung haben Anleger auf die neue Strategie von BASF gewartet: Kurz gefasst: Der Chemiekonzern strebt in den nächsten Jahren in den Schwellenländern kräftiges Wachstum an - und baut die Geschäfte weiter aus.
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LudwigshafenDer Chemieriese BASF setzt in den kommenden Jahren stark auf den Ausbau seiner Geschäfte in den Schwellenländern. Dies ist ein Kernbestandteil der neuen langfristigen Strategie, mit der BASF-Chef Kurt Bock in den nächsten zehn Jahren den operativen Konzerngewinn mehr als verdoppeln will. „Aufgrund der höheren Wachstumsraten in den Schwellenländern haben wir uns ehrgeizigere Ziele für die Regionen Asien, Pazifischer Raum und Südamerika gesetzt“, kündigte Bock, der die Geschicke des weltgrößten Chemiekonzerns seit Mai lenkt, am Dienstag in Ludwigshafen an. Auch andere internationale Chemiegrößen wie Dow Chemical oder DuPont hatten zuletzt vom Wachstum in Ländern wie China oder Brasilien profitiert. Die zunehmende Industrialisierung und steigende Einkommen in diesen Ländern schieben den Verbrauch an Chemieprodukten dort kräftig an.

Im Jahr 2020 will BASF ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 23 Milliarden Euro erreichen - im vergangenen Jahr waren es 11,1 Milliarden. Dabei traut sich BASF ein durchschnittliches jährliches Ergebniswachstum von 7,5 Prozent zu. Mittelfristig soll im Jahr 2015 ein operatives Ergebnis von 15 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Bislang hatte der Konzern noch kein Ergebnisziel für 2020 genannt.

Seinen Konzernumsatz will BASF bis 2020 auf 115 Milliarden Euro erhöhen verglichen mit 63,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Das ist deutlich mehr als die 90 Milliarden Euro, die sich das Unternehmen bisher für das Jahr 2020 zugetraut hatte. Etwa 85 Milliarden Euro Umsatz will BASF nun schon 2015 erreichen. Insgesamt strebt BASF bis 2020 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von sechs Prozent an. Dabei plant das Ludwigshafener Unternehmen sowohl Wachstum aus eigener Kraft als auch Übernahmen.

An der Börse kamen die Langfristziele gut an: Der Kurs der BASF-Aktie legte im Handelsverlauf zwei Prozent zu.

„Wir haben schon heute in den Schwellenländern eine führende Position und schnell wachsende Geschäfte, die wir weiter ausbauen wollen“, stellte Bock in Aussicht. In diesen Ländern Asiens und in Südamerika will BASF in den nächsten Jahren besonders kräftige Umsatzzuwächse erreichen. Im Jahr 2020 soll der Umsatzanteil der Schwellenländer bei 45 Prozent liegen. Im vergangenen Jahr waren es 34 Prozent, 2001 hatte der Anteil bei lediglich 22 Prozent gelegen. BASF hatte in den vergangenen Jahren Milliarden in den Ausbau seiner Produktion in China und Südostasien investiert. Der Konzern geht davon aus, dass die Schwellenländer im Jahr 2020 rund 60 Prozent zur Weltchemieproduktion beitragen. Dabei soll der Hauptbeitrag aus China kommen.

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