BASF/Shell-Joint-Venture
Basell geht an US-indisches Konsortium

Der Chemiekonzern BASF und der Mineralölkonzern Shell verkaufen ihr Kunststoff-Joint Venture Basell für 4,4 Mrd. Euro inklusive der Verbindlichkeiten an die US-Industrieholdung Access Industries und die Chatterjee Group, die US-Investmentfirma des indischen Geschäftsmanns Purnendu Chatterjee.

LUDWIGSHAFEN/LONDON. BASF und Shell teilten am Donnerstag mit, die Transaktion bedürfe noch der Zustimmung der Kartellbehörden. Mit dem endgültigen Abschluss werde deshalb erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Ein BASF-Sprecher wollte sich am Donnerstag noch nicht detailliert zum Verkaufserlös für Basell äußern. Lediglich die Verschuldung des Gemeinschaftsunternehmens bezifferte er auf 2,2 Mrd Euro. Auf Basis einer paritätischen Beteiligung von Shell und BASF ergäbe sich rechnerisch ein Verkaufserlös von 1,1 Mrd Euro für beide Seiten.

Die in den Niederlanden ansässige Basell ist der weltgrößte Hersteller von Polypropylen und von Polyolefin-Produkten. Erst kürzlich hatte BASF bekannt gegeben, Pläne für einen Börsengang von Basell verworfen zu haben und einen Verkauf anzustreben. Die iranische National Petrochemical Company (NPC), die nach Angaben aus Kreisen zuletzt im Bieterprozess vorne gelegen hatte, musste am Mittwoch einräumen, Basell wegen politischen Drucks seitens der USA nicht erwerben zu können.

Access Industries ist nach BASF-Angaben eine 1986 gegründete, privat weltweit investierende Industrie-Holding mit Sitz in New York. Access habe langfristige strategische Interessen in den Arbeitsgebieten Öl, Aluminium, Kohle und Telekommunikation. Bei der Chatterjee Group handelt es sich um die private Investment-Gesellschaft des indischen Geschäftsmanns Purnendu Chatterjee, die ihren Sitz in den USA hat, aber vor allem in Indien agiert. Chatterjee gehört die Anteilsmehrheit am indischen Petrochemie-Riesen Haldia , das bereits Basell-Technologie anwendet.

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