BASF-Tochter
Wintershall baut Ölgeschäft weiter aus

Die BASF-Tochter Wintershall erhält Anteile an drei Ölfeldern in Norwegen. Damit wird das Unternehmen zu einem der führenden Produzenten in Norwegen.
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FrankfurtDie BASF sichert sich den Zugriff auf lukrative Öl- und Gasvorkommen in Norwegen. Über einen umfangreichen Anteilstausch mit dem norwegischen Energiekonzern Statoil baut die BASF-Tochter Wintershall ihre Geschäfte in dem wichtigen Förderland erheblich aus. Deutschlands größter Öl- und Gasproduzent erhält von Statoil Anteile an drei bereits produzierenden Öl- und Gasfeldern in der Nordsee, wie Wintershall am Montagmorgen mitteilte.

Im Gegenzug zahlt das Unternehmen 1,35 Milliarden Dollar an Statoil und beteiligt den norwegischen Staatskonzern an dem Gasfeld Edvard Grieg, das aber noch nicht ausgebeutet wird. Weitere 100 Millionen Dollar können noch hinzukommen. Als Folge der Vereinbarung kann Wintershall 2013 in Norwegen seine Produktion auf täglich 40.000 Barrel Öläquivalent (boe) von aktuell 3000 boe erhöhen. „Hierdurch wird Wintershall zu einem der führenden Produzenten in Norwegen und balanciert ihr weltweites Portfolio noch besser aus“, erklärte BASF-Chef Kurt Bock.

Norwegen ist mit rund 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr der größte westeuropäische Gasexporteur. Das Land ist zudem der weltweit achtgrößte Erdölexporteur. Schon seit einigen Jahren forciert Wintershall dort den Ausbau der Geschäfte. Ein großer Schritt gelang Ende 2008 mit dem Kauf der norwegischen Revus Energy, die inzwischen in der Tochter Wintershall Norge aufgegangen ist. Inzwischen besitzt die BASF-Tochter mehr als 40 Lizenzen vor der norwegischen Küste. Bis Ende 2015 will Wintershall bis zu zwei Milliarden Euro in die Exploration von Öl- und Gas-Vorkommen in Norwegen und Großbritannien investieren.

Weltweit förderte Wintershall im vergangenen Jahr 113 Millionen boe. Das sind 15 Prozent weniger als 2010. Dies lag vor allem daran, dass Wintershall wegen des Bürgerkriegs in Libyen in dem nordafrikanischen Land monatelang kein Öl produzieren konnte. 2010 waren es weltweit noch 133 Millionen boe. Durch die Vereinbarung mit Statoil gewinnt Norwegen zudem für Wintershall zu einem Zeitpunkt mehr Gewicht, zu dem in Russland Pläne für eine Erhöhung der Fördersteuer ausländische Investoren verunsichert.

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