BASF-Tochter
Wintershall stößt in der norwegischen See auf Öl

Bis zu 126 Millionen Barrel Öl und fünf Milliarden Kubikmeter Gas hat die Tochter des Chemiekonzerns BASF im Nordmeer gefunden. Das teilte die staatliche norwegische Ölbehörde mit.
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OsloDie BASF-Tochter Wintershall ist im Nordmeer vor Norwegen auf große Mengen Öl- und Erdgas gestoßen. Die Größe des Fundes in der Nähe des Kristin-Felds in der norwegischen See liege wahrscheinlich am oberen Ende bisheriger Schätzungen, teilte die staatliche norwegische Ölbehörde NPD am Dienstag mit. Zuletzt war das Vorkommen auf etwa 63 bis 126 Millionen Barrel förderbares Öl und auf zwei bis fünf Milliarden Kubikmeter förderbares Gas geschätzt worden.

Wintershall hatte Ende Januar mit einer Erweiterungsbohrung begonnen, um die Größe der Lagerstätte genauer zu bestimmen. Ein Öl- und Gasvorkommen im Volumen der neuen Schätzung würde beispielsweise den Ölverbrauch Großbritanniens für rund drei Monate und den Gasverbrauch des Landes für etwa drei Wochen abdecken.

Wintershall ist mit einem Anteil von 50 Prozent Betriebsführerin bei der Erkundung der Lagerstätte, die etwa 200 Kilometer vor der Küste von Trondheim liegt. Neben Deutschlands größtem Öl- und Gasproduzenten sind die staatliche Gesellschaft Petoro mit 30 Prozent und die britische Centrica mit 20 Prozent beteiligt.

Wintershall hatte sein Geschäft in der Nordsee Ende 2008 mit dem Kauf der norwegischen Revus Energy deutlich ausgebaut. Die Ölfirma ist inzwischen in der Tochter Wintershall Norge aufgegangen. Mittlerweile besitzt der Konzern mehr als 40 Lizenzen vor der norwegischen Küste. Norwegen ist mit rund 100 Milliarden Kubikmeter pro Jahr der größte westeuropäische Gasexporteur. Das Land ist zudem der weltweit achtgrößte Erdölexporteur.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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