BASF vereint Geschäftsbericht mit Umwelt- und Sozialberichten
Erster Nachhaltigkeitsbericht in Deutschland gibt ein Signal

Erstmals integriert mit BASF ein deutscher Konzern in den jährlichen Geschäftsbericht auch die ökologischen und sozialen Leistungen für alle weltweiten Aktivitäten.

BRÜSSEL. Mit diesem ersten „echten“ Nachhaltigkeitsbericht kommt der Ludwigshafener Chemiekonzern dem Ruf vieler Interessengruppen nach mehr Transparenz nach und gibt ein Signal in die Wirtschaft. „Der Bericht ist eine Innovation - andere europäische Länder, insbesondere die Skandinavier, sind schon weiter“, berichtet Tim Volkmann, Referatsleiter Internationales bei der Wirtschaftsprüferkammer in Berlin. Als Beispiele nennt er die Fluggesellschaft SAS und Kugellagerfabrikant SKF, beide aus Schweden, und den Stahlriesen Acelor aus Luxemburg.

Auch japanische, britische, niederländische und US-Firmen sind fortschrittlicher, ergab eine Studie des Unternehmensberaters KPMG über 2000 Top-Firmen aus 19 Ländern. „Nachhaltigkeitsberichte und deren externe Prüfung wird ein mainstream business, die Globalisierung wird auch deutsche Unternehmen vermehrt dazu zwingen“, meint Prof. Georg Molenkamp, KPMG-Partner und Vorstand der Globalen Nachhal-tigkeitsdienste des Anbieters.

Aktionäre, Analysten, Kreditgeber und Nicht-Regierungsorganisationen (NGO’s) fordern zunehmend, Unternehmen sollten neben Finanzresultaten auch ökologische und soziale Leistungen und Schwächen glaubwürdig dokumentieren. Dies erleichtere die Aufnahme in Nachhaltigkeitsindices und -fonds, ergänzt Iris-Analyst Michiel Smits.

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