BASF will Engelhard: Feindliche Übernahme nicht ausgeschlossen

BASF will Engelhard
Feindliche Übernahme nicht ausgeschlossen

Der Chemiekonzern BASF hält trotz erheblichen Widerstands an seinem milliardenschweren Plan fest, den amerikanischen Spezialchemiehersteller Engelhard zu übernehmen. Seine Offerte von 37 Dollar in bar je Engelhard-Aktie will der Ludwigshafener Konzern aber nicht aufstocken.

HB FRANKFURT. Engelhard hatte am Montag zwar das 4,9 Mrd. Dollar schwere Übernahmeangebot von BASF zurückgewiesen. Konzernchef Barry Perry hatte aber zugleich gesagt, Engelhard werde eine höhere BASF-Offerte in Betracht ziehen. Wie hoch ein Angebot sein müsse, sagte er allerdings nicht. Es hätten auch weitere Unternehmen Interesse angemeldet. Der Katalysatorenhersteller will alle Optionen prüfen.

BASF sei weiterhin überzeugt, dass das vorgelegte Barangebot im Volumen von 4,9 Mrd. Dollar „fair und attraktiv“ sei, reagierte BASF am Dienstag auf die Abfuhr der Amerikaner. „Wir halten an unserem Ziel fest, Engelhard zu übernehmen“, erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. Es gebe in der Stellungnahme von Engelhard keine Anhaltspunkte, die eine Erhöhung des Angebots rechtfertigten. BASF werde alle möglichen Optionen in Betracht ziehen, um die Übernahme unter Dach und Fach zu bringen.

Das BASF-Management machte klar, dass es weiterhin eine einvernehmliche Lösung mit dem Engelhard-Board sucht. So bekräftigte der Chemieriese frühere Aussagen, wonach BASF bereit sei, die Offerte um einen Dollar je Aktie zu erhöhen, falls das Engelhard-Board Einblick in die Bücher gewähre und die Erkenntnisse daraus dies rechtfertigten. Die Offerte von BASF läuft bis zum 6. Februar; sie kann aber noch verlängert werden.

Analysten sagten, die BASF-Mitteilung mach klar, dass der Chemieriese auch gegen den Widerstand des Engelhard-Boards die Übernahme abschließen will. BASF hoffe, dass die Engelhard-Aktionäre den Deal durchbringen, schätzt Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. „Es liegt eindeutig im strategischen Denken von BASF, nicht nachzugeben und den Preis nicht zu erhöhen, wenn sie keine Informationen bekommen, die dies rechtfertigen“, sagte sie. Engelhard wäre die erste feindliche Übernahme für BASF und der größte Zukauf in der Firmengeschichte.

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