Basis für Steag-Einstieg der RWE gelegt
RWE und RAG bauen Zusammenarbeit aus

Der Essener Energiekonzern RWE und der Bergbaukonzern RAG haben eine Vereinbarung zur verstärkten Kooperation im Bereich Stromwirtschaft unterschrieben. Angepeilt wird damit der Einstieg des Essener RWE-Konzerns bei der RAG-Tochter Steag.

HB DÜSSELDORF. Mit der Vereinbarung erhalte RWE Power die Option, sich später an der neu zu bildenden deutschen Energiesäule im RAG-Konzern - der Steag - zu beteiligen, teilten RWE und RAG am Freitag in Essen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Im Gegenzug gewähre RWE der RAG eine Kreditlinie in Höhe von 400 Mill. €, „die allerdings keine Bewertungsindikation für den Beteiligungskauf darstellt“. Die RWE-Sprecherin sagte, die genaue Höhe einer möglichen Beteiligung der RWE an der Steag hänge von der noch vorzunehmenden Unternehmensbewertung ab. Der Zeitrahmen dafür sei noch nicht festgelegt.

Die RAG hatte zuvor beschlossen, die noch vor einem Jahr zum Verkauf vorgesehene Konzerntochter Steag spätestens Anfang 2005 zum Kern einer neuen Energiesparte der RAG zu machen. Steag soll dabei von der RAG die Energieaktivitäten der Tochter RAG Saarberg übernehmen. Im Gegenzug werde das lukrative Auslands-Kraftwerksgeschäft ausgegliedert. Die „neue Steag“ werde mit einem Umsatz von 2,2 Mrd. € und rund 4000 Mitarbeitern an den Start gehen. RAG-Chef Werner Müller hatte bereits erklärt, RWE könne mit 25 bis 35 % bei der neuen Steag einsteigen. Den Angaben der RWE-Sprecherin zufolge würde RWE am unteren Rand dieser Spanne bleiben. Sie sagte, der mögliche Anteil an der Steag werde wohl nicht über 25,1 % liegen.

Für 2003 hatte die Steag einen auf 133 (Vorjahr: 160) Mill. € verringerten Betriebsgewinn ausgewiesen. Sonderfaktoren wie etwa der Verkauf eines Kraftwerks in Leuna hatten den Vorjahresgewinn in die Höhe getrieben. Der Umsatz des nach RWE zweitgrößten Steinkohleverstromers Steag betrug im vorigen Jahr 1,3 (1,2) Mrd. €.

RAG hatte Steag ursprünglich verkaufen wollen, um mit dem Erlös die Übernahme des Chemiekonzerns Degussa mitzufinanzieren. Diesen Verkaufsplan hatte der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Müller aber aufgegeben.

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