Batteriefabrik
Tesla sucht den perfekten Standort

Bis zu fünf Milliarden Dollar will Tesla in seine Gigafabrik für Autobatterien pumpen. Während CEO Elon Musk nach dem geeigneten Standort sucht, steigen Umsatz und Verlust rapide an und Formel-1-Teams warten die Autos.
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San FranciscoDie Bulldozer sind schon da, die Bagger haben mit dem Aushub begonnen. Aber das bedeutet noch lange nichts: „Wir haben im Juni mit den Bauarbeiten in der Nähe von Reno, Nevada, an einem Standort begonnen, der möglicherweise der Platz für unsere neue Gigafactory werden wird“, teilte CEO und Mitgründer Elon Musk im Aktionärsbrief zum zweiten Quartal des Elektroauto-Herstellers Tesla mit.

Lokale Webseiten berichten allerdings, dass die Arbeiten wieder eingestellt wurden. Musk erklärt warum: „Wir werden möglicherweise noch in ein oder zwei anderen Orten Standorte evaluieren“, erläutert er im Gespräch mit Analysten.

Kandidaten sind Arizona, Kalifornien und New Mexico. „Bevor wir jede Menge Beton irgendwo reingießen wollen wir sicherstellen, dass alle Anreize und Prozeduren in Platz sind“, sagt Musk. Mit anderen Worten: Die Subventionsfrage muss geklärt sein: Was gibt der Staat dazu? Wer gibt das billigste Land und sorgt für die Infrastruktur? Und Musk will nicht durch Verwaltungs- und Gesetzgebungsprobleme gestört werden: „Jetzt liegt der Ball auf der Seite des Gouverneurs von Nevada und der gesetzgebenden Kammern.“

Eine Verzögerung beim Bau ist für Musk keine Option. Rund vier bis fünf Milliarden Dollar werden bis 2020 in die Fabrik für Autobatterien mit bis zu 6500 Arbeitsplätzen fließen. Tesla und Panasonic werden zusammen rund 80 Prozent stemmen, je zehn Prozent erhofft Musk bei Staat und anderen Partnern einzusammeln. Als Eröffnungstermin ist 2017 vorgesehen. Das Werk ist kritisch für das „Modell 3“, das zu diesem Zeitpunkt eingeführt werden soll. Ein Engpass bei Akkus ist derzeit das größte Problem beim Firmenwachstum.

„Wir haben kein Nachfrageproblem“, betont Musk. Mit dem zusätzlichen Ausstoß der Superfabrik kann Tesla dann die Produktionszahlen drastisch erhöhen und den Massenmarkt ansprechen. Das ist das Ziel des „Modell 3“, das deutlich preiswerter als das Modell S sein soll. Die Limousine startet bei einem Preis von 70.000 Dollar.

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