Bau eines Werks
Daimler-Chrysler friert Russland-Pläne ein

Daimler-Chrysler hat nach Informationen aus dem Unternehmen seine Pläne für den Bau eines Werks in Russland gestoppt. „Das Projekt ist gestorben. Daimler-Chrysler wird in Russland keine Autos montieren“, zitiert die Tageszeitung „Die Welt“ einen führender Mitarbeiter des Konzerns.

dpa BERLIN/STUTTGART. Der Vorstand habe beschlossen, auf den Bau eines Montagewerks in St. Petersburg, für das in der Anfangsphase mindestens 80 Mill. Euro investiert werden sollten, zu verzichten. Das Werk sollte eine Kapazität von 25 000 bis 30 000 Einheiten pro Jahr haben.

In der Zentrale in Stuttgart wollte man die Informationen der „Welt“ nicht bestätigen, schreibt das Blatt weiter. Wenn sich die Rahmenbedingungen änderten, werde man gegebenenfalls erneut über den Bau eines Montagewerks in Russland nachdenken, hieß es lediglich. Inoffiziell wird als Grund für die Absage aber das Sparkonzept des designierten Konzernchefs und jetzigen Mercedes-Chefs Dieter Zetsche genannt, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Weitere Gründe für den Investitionsstopp seien die herrschende Rechtsunsicherheit in Russland und die Weigerung der Regierung, größere Zollerleichterungen als die bisher gültigen für die Einfuhr von Automobilkomponenten einzuräumen, heißt es in dem Bericht weiter. Außerdem sei es fraglich, ob bei einer Endmontage in Russland die hohen Qualitätsanforderungen für S-Klasse-Fahrzeuge erfüllt werden könnten.

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