Baubranche
Bilfinger Berger gerät in den Sog der Krise

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger aus Mannheim rechnet im laufenden Jahr mit einer stagnierenden Geschäftsentwicklung. Besonders das Dienstleistungsgeschäft entwickelt sich offenbar schwach. Eine Hoffnung ist das staatliche Konjunkturprogramm.

DÜSSELDORF. Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger aus Mannheim rechnet im laufenden Jahr mit einer stagnierenden Geschäftsentwicklung. Es sei derzeit aber noch schwer abzusehen, in welchem Umfang sich die Wirtschaftskrise auf Bilfinger auswirken werde, meinte Bilfinger-Chef Herbert Bodner bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das Jahr 2008. Er erwartet im laufenden Jahr 2009 "aus heutiger Sicht" eine Leistung in der Größenordnung von rund zehn Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (Ebit) von rund 250 Mio. Euro.

An der Börse überzeugte Bilfinger mit dem Ausblick nicht. Die Aktie war einer der größten Verlierer im Mdax. Auch das Vorziehen der Veröffentlichung der guten Zahlen für 2008 verhinderte den weiteren Absturz nicht. Bereits zuvor waren Prognosen zur schwachen Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts durchgesickert. Das margenstarke Dienstleistungsgeschäft gilt als Hoffnungsträger des Baukonzerns.

Die prognostizierten Werte für 2009 liegen leicht unter den Werten des Jahres 2008. Bilfinger konnte 2008 die Bauleistung um 16 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro und das operative Ergebnis (Ebit) um 30 Prozent auf 298 Mio. Euro steigern. Allerdings betrug das Ebit bereinigt um Verkaufserlöse nur 253 Mio. Euro. Bilfinger stellte zudem eine Erhöhung der Dividende auf zwei (Vorjahr: 1,80) Euro in Aussicht. Allerdings zeigten sich bereits Bremsspuren: Der Auftragseingang ging 2008 um neun Prozent auf 10,3 Mrd. Euro zurück.

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