Baubranche
Kranbauer Palfinger will oben bleiben

Trotz der schwachen Baukonjunktur gibt sich der österreichische Kranbauer Palfinger optimistisch - und zwar auch für dieses Jahr. Und: Palfinger will Expanieren, und zwar durch Zukäufe.

HB WIEN. Der österreichische Kranhersteller Palfinger geht davon aus, 2009 trotz der schwachen Baukonjunktur einen Gewinn zu machen. "Die Quartalsergebnisse können negativ sein, aber auf Jahresbasis werden wir operativ positiv sein", sagte Palfinger-Vorstandchef Herbert Ortner. Allerdings werde das Ergebnis deutlich unter Vorjahr liegen. Knapp zwei Drittel des Umsatzes macht das Unternehmen mit der Baubranche, größtenteils mit Lkw-Ladekränen. Schon 2008 liefen die Geschäft schlechter. Bei einem Umsatz von 794,8 Mio. Euro hat sich der Gewinn auf 43,9 Mio. Euro nahezu halbiert. Die Dividende wird auf 0,39 (0,70) Euro je Aktie gekürzt.

Palfinger will die Wirtschaftskrise für Akquisitionen nutzen. Ein Schuldscheindarlehen von 50 bis 80 Mio. Euro solle der Firma eine Finanzpolster verschaffen, um im Laufe des Jahres Übernahmen zu stemmen, sagte Ortner. "Ein bis maximal zwei Zukäufe werden es 2009 sein." Palfinger ziele auf kleinere Unternehmen mit 50 bis 100 Mio. Euro Umsatz ab. Außerdem sollen kurzfristige Schulden mit dem zufließenden Geld getilgt werden. Ortner erwartet, dass das Darlehen 3,0 bis 3,5 Prozentpunkte über Euribor verzinst wird. Von der Krise will Palfinger aber nicht nur durch günstige Zukäufe profitieren. Ortner erwartet Marktanteilsgewinne, weil Mitbewerber aus dem Markt fielen. Palfinger werde auch nicht die Preise senken. "Kunden überlegen, ob sie dort kaufen, wo sie es fünf Prozent günstiger bekommen, oder dort, wo sie sicher sind, dass sie in ein paar Jahren noch Service und Ersatzteile bekommen", sagte Ortner. Palfinger-Aktien notierten zuletzt mit 1,78 Prozent im Plus bei 7,45 Euro.

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