Baukonzern bestreitet jede Beteiligung
Schmiergeldverdacht gegen Bilfinger Berger

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger steht im Verdacht, an möglichen Schmiergeldzahlungen bei einem Bauprojekt in Nigeria beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden habe nach mehrmonatiger Prüfung einen Anfangsverdacht für Ermittlungen bejaht.

HB STUTTGART. Das teilte der Konzern am Montag in Mannheim mit. Das Unternehmen streitet nach einer internen Untersuchung jede Beteiligung ab. "Strafbare Handlungen unserer Mitarbeiter wurden nicht festgestellt", hieß es.

Bilfinger hatte die Ermittlungen wegen möglicher Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Bau einer Gasverflüssigungsanlage und einer Gaspipeline in Nigeria in den 90er Jahren selbst angestoßen. An dem Bau war der Mannheimer Konzern über seine nigerianische Tochter beteiligt. Nach Bekanntwerden erster Korruptionsvorwürfe hatten die US-Börsenaufsicht und das US-Justizministerium Ermittlungen gegen amerikanische Bauunternehmen aufgenommen und dazu im vergangenen Jahr Mitarbeiter von Bilfinger als Zeugen befragt. Daraufhin informierte das Unternehmen nach eigenen Angaben Ende 2007 die deutsche Staatsanwaltschaft. "In den USA wird weder gegen das Unternehmen noch gegen Mitarbeiter des Unternehmens ermittelt", teilte Bilfinger weiter mit.

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