Baukonzern
Hochtief-Aktionäre lassen Angreifer ACS hängen

Das Umtauschangebot des spanischen Konzerns ACS für Hochtief findet bislang kein Interesse bei den Aktionären des Essener Konzerns. Seine Offerte und seine Strategie will das Unternehmen bisher deswegen allerdings nicht ändern.
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DÜSSELDORF. Die Spanier teilten gestern in einer Pflichtmitteilung mit, dass bisher „null Hochtief-Aktien“ getauscht wurden.

Dies wertete eine ACS-Sprecherin nicht als Misserfolg. „Es ist normal, dass bei solchen Fristen die Aktionäre erst gegen Ende des Zeitraums tauschen.“

ACS hatte den Umtausch am 1. Dezember offiziell gestartet, um den Anteil von knapp 30 Prozent an Deutschlands größtem Baukonzern erst über die 30-Prozent-Schwelle und später auf über 50 Prozent zu erhöhen. Die Aktionäre haben bis zum 29. Dezember Zeit, fünf Hochtief-Aktien gegen acht von ACS zu tauschen. Gestern hätten sie 57,46 Euro erhalten, an der Börse jedoch 64,10 Euro.

Dennoch will ACS sein Angebot nicht ändern. „Unser Übernahmeangebot und unsere Strategie bleiben weiter bestehen“, sagte eine Sprecherin. Aus ACS-Kreisen ist zu hören, der Konzern könne ja zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Anlauf unternehmen.

Doch der Einstieg von Katar mit 9,1 Prozent hat ACS überrascht. Derzeit prüfen die Spanier alle Möglichkeiten, um die Pläne von Katar und Hochtief zu torpedieren. Zu den Strategien gehört es auch, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. „ACS könnte so die Brechstange ansetzen“, sagte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) dem Handelsblatt: „Sie würden mit ihren Stimmen den Aufsichtsrat austauschen, der dann den Vorstand absetzt.“

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