Baukonzern
Hochtief legt Gewinnsprung hin

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief ist mit einem kräftigen Gewinnsprung ins Jahr 2008 gestartet. Grund waren sinkende Verluste im heimischen Bau sowie weiter florierende Geschäfte im Ausland. Anleger honorierte das.

HB DÜSSELDORF. Auch Umsatz und Auftragseingang legten im ersten Quartal deutlich zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Essener, die einen Großteil ihres Geschäfts inzwischen auch mit Dienstleistungen wie Gebäudemanagement verdienen, übertrafen mit ihren Zahlen die Erwartungen von Analysten klar.

Das Ergebnis vor Steuern (Ebt) sei in den ersten drei Monaten um 56,8 Prozent auf 103,3 Mill. Euro in die Höhe geschnellt, gab Hochtief bekannt. Der Konzerngewinn nach Anteilen Dritter hat sich mit 32,1 (9,6) Mill. Euro mehr als verdreifacht. Grund dafür war auch, dass Hochtief weniger Gewinn in die Kassen von Mitinhabern von Tochtergesellschaften abführen muss. Hochtief kann wegen des anhaltenden Baubooms in Asien und Australien mit prall gefüllten Orderbüchern den weiteren Jahresverlauf angehen. Der Auftragseingang kletterte auf 5,266 (Vorjahr: 3,941) Mrd. Euro - damit ist der Konzern über die nächsten anderthalb Jahre ausgelastet. Im europäischen Baugeschäft, das im vergangenen Jahr mit hohen Verlusten aus dem deutschen Hochbau zu kämpfen hatte, konnte Hochtief die Verluste eindämmen. Vor Steuern stand im Quartal noch ein Minus von 9,4 Mill. Euro nach 25,2 Mill. im Jahr zuvor.

Analysten hatten für den Konzern mit einem Ebt von 91 Mill. Euro und einem Nettogewinn von 26 Mill. gerechnet. An der Börse legten die im MDax notierten Hochtief-Aktien zu Handelsbeginn um 3,1 Prozent zu.

Der Vorstand bekräftigte seine Jahresprognose. Hochtief rechnet weiterhin mit einem Umsatzplus sowie einem Gewinn über dem Niveau des Vorjahres von rund 140 Mill. Euro. Das Vorsteuerergebnis soll die Höhe des Vorjahres erreichen. Auftragseingang und-bestand werden aber unter den Werten von 2007 erwartet.

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