Baukonzern
Hochtief sieht ACS-Offerte als feindlich an

Der Baukonzern Hochtief zieht die Zugbrücke hoch. Das Übernahmeangebot des spanischen Großaktionärs sieht Hochtief-Chef Lütkestratkötter als feindlich an - einen Vorteil für die Aktionäre sieht er sowieso nicht. Die Zeichen stehen auf Sturm.
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HB DÜSSELDORF. Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter sieht die Übernahme-Pläne des spanischen Großaktionärs ACS als feindlich an. "Ja, so müssen wir es auffassen", sagte Lütkestratkötter in einem Interview mit Reuters auf eine entsprechende Frage. Wie der Vorstand reagieren werde, sei aber nicht entschieden: "Wir sitzen mit unseren Beratern zusammen und diskutieren alle Aspekte dieser für uns neuen Situation", sagte er. ACS versuchte unterdessen, die Lage zu entschärfen: Das Angebot habe Vorteile auch für Hochtief, betonte eine Sprecherin.

"Wir haben ACS immer so verstanden, dass sie keine weiteren Anteile erwerben wollen", betonte Lütkestratkötter in seiner ersten öffentlichen Reaktion auf die ACS-Offerte. Hochtief sei von dem spanischen Konzern, der vom Chef des Fußballklubs Real Madrid, Florentino Perez, beherrscht wird, auch nicht vorab in die Übernahme-Pläne eingeweiht worden.

Ob und wie sich Deutschlands größter Baukonzern wehren könnte, blieb unklar. Berater prüfen nach Informationen aus mit den Plänen vertrauten Kreisen bereits Optionen für eine Abwehr. Eingebunden sei unter anderen die schweizerische Großbank Credit Suisse, die Hochtief schon seit längerer Zeit berate.

ACS hatte am Donnerstag die Bombe platzen lassen und angekündigt, längerfristig eine Beteiligung von "knapp über 50 Prozent" an Hochtief ins Visier zu nehmen. Derzeit hält ACS knapp 30 Prozent. Überschreiten die Spanien die Schwelle, wird eine Übernahme-Offerte an alle Aktionäre fällig.

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