Baukonzern
Hochtief startet mit Verlust in 2012

Deutschlands größter Baukonzern schreibt auch nach dem Verlustjahr 2011 rote Zahlen. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs belasten Hochtief neue Abschreibungen bei seiner einstigen Ertragsperle Leighton.
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DüsseldorfDer mehrheitlich zum spanischen Konkurrenten ACS gehörende Baukonzern Hochtief hat wegen anhaltender Probleme bei seiner australischen Tochter Leighton erneut rote Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs verbuchte der Essener Konzern wegen neuer Abschreibungen bei Leighton bei einem deutlich gestiegenen Außenumsatz von 5,57 (Vorjahr: 4,9) Milliarden Euro einen Verlust vor Steuern von 90,9 Millionen Euro.

Diesen konnte Hochtief aber deutlich eingrenzen, im Vorjahr lag das Minus noch bei 444 Millionen Euro. Unter dem Strich und nach Minderheiten verblieb ein Konzernverlust von 34,1 (169,5) Millionen Euro. Den Auftragseingang konnte Hochtief indes deutlich um 42,1 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro steigern.

Hochtief übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen des Marktes, Experten hatten mit höheren Verlusten gerechnet. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Außenumsatz von 5,2 Milliarden Euro, einen Verlust vor Steuern von 93,5 Millionen Euro und einen Verlust nach Minderheiten von 45,9 Millionen Euro erwartet.

Zwei Großprojekte der einstigen Ertragsperle Leighton in Australien, bei denen es zu Pannen und Verzögerungen kam, hatten Hochtief bereits im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt.

An seiner erst im März wegen der Entwicklung bei Leighton gesenkten Prognose für das Gesamtjahr hielt Konzernchef Frank Stieler fest. Der Hochtief-Vorstand rechnet weiter mit einem Vorsteuerergebnis des Konzerns von leicht unter 550 Millionen Euro, der Konzerngewinn wird bei „knapp unter 180 Millionen Euro“ erwartet.

Stieler hatte bereits angekündigt, dass die Anteilseigner um Großaktionär ACS für das laufende Jahr wieder mit einer Dividende rechnen können.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das kommt mir aber sehr spanisch vor!

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