Baukonzern
Hochtief will Energiegeschäft ausbauen

Der Baukonzern Hochtief will künftig verstärkt Windenergieprojekte entwickeln und seine Leistung im Energiebereich um 40 Prozent steigern. Dazu gehört auch der Ausbau von Stromnetzen und Pumpspeicherwerken.
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EssenDer größte deutsche Baukonzern Hochtief will sein Geschäft im Energiebereich deutlich ausbauen. Bis zum Jahr 2016 wolle das mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörende Unternehmen seine Leistung im Energiebereich um 40 Prozent auf rund 6,82 Milliarden Euro steigern, kündigte Hochtief-Chef Frank Stieler am Mittwochabend in Düsseldorf an. Das Unternehmen habe dabei unter anderem die Bereiche Offshore-Windenergie sowie den Ausbau von Stromnetzen und Pumpspeicherwerken im Blick.

Derzeit seien allein in der Nord-und Ostsee mehr als 60 Offshore-Windparks im Genehmigungsverfahren, so das Unternehmen. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie rechne dafür mit Bauinvestitionen von 25 bis 30 Milliarden Euro. Hochtief wolle als Projektentwickler für derartige Windenergieparks auftreten, sagte Stieler. Als Bauherr werde das Unternehmen dagegen nicht aktiv werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Hochtief-Großaktionär ACS komme sehr gut voran, betonte Stieler. Erst am Montag dieser Woche war der ACS-Manager Marcelino Fernández Verdes in den Hochtief-Vorstand eingezogen. Der Hochtief-Chef unterstrich jedoch die Unabhängigkeit des Essener Unternehmens.

Selbstverständlich habe das Unternehmen das Ziel, ein gutes Ergebnis zu erzielen, sagte er. Das sei jedoch nicht ACS geschuldet. Erst im vergangenen Monat hatte der weiter durch massive Probleme bei der australischen Tochter Leighton belastete Essener Baukonzern seine Gewinnerwartungen für 2012 deutlich zurückgeschraubt. 2011 hatte Hochtief wegen Abschreibungen bei Leighton rote Zahlen geschrieben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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