Baukonzern
Preiskampf drückt Strabag ins Minus

Der österreichische Konzern hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Preiskampf im Baustoffgeschäft und Verzögerungen bei der Bezahlung von Projekten setzten der Strabag zu.
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DüsseldorfWegen des Preiskampfes im Baustoffgeschäft und Verzögerungen bei der Bezahlung von Projekten ist der österreichische Baukonzern Strabag im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Mit einem solch herben Einbruch hatten nicht alle Experten gerechnet, obwohl das Unternehmen Mitte Juli seine Prognosen für das Gesamtjahr gekappt hatte und nun einen operativen Gewinnrückgang auf rund 200 Millionen Euro nach 335 Millionen Euro im vergangenen Jahr erwartet.

Es müssten die richtigen Weichen gestellt werden, um zukunftsfähig zu bleiben, sagte Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner: "Es wird jedenfalls schwieriger, als wir es gewohnt sind." An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Der Strabag-Kurs sank im frühen Handel um 1,4 Prozent.

Strabag, einer der größten europäischen Baukonzerne, macht derzeit vor allem die Sparwut von Bund und Ländern infolge der Schuldenkrise zu schaffen, durch die es weniger Aufträge für den Bau neuer Straßen gibt. Um die wenigen Aufträge liefern sich die Konkurrenten einen harten Preiskampf. Besonders kritisch ist die Situation derzeit in Polen: Nach dem Ende der Fußball-Europameisterschaft nahm der Bauboom dort ein jähes Ende und damit kamen die Probleme für die Baufirmen. Strabag hat in Polen und anderen Ländern Osteuropas Probleme, Nachzahlungen für Bauprojekte zu erhalten.

Im zweiten Quartal ging die Bauleistung von Strabag um ein Prozent auf 3,77 Milliarden Euro zurück. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) schrieb der Konzern einen Verlust von zwei Millionen Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein Gewinn von 162 Millionen Euro verbucht worden war.

Unter dem Strich blieb ein Minus von 7,7 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 107 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Schätzungen der von Reuters befragten Analysten hatten von einem Verlust von zwölf Millionen Euro bis hin zu einem Gewinn von 7,55 Millionen Euro gereicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • kann mir bitte einer erklären, wie die Verzögerung von Zahlungen zu einer Ergebnisverschlechterung führt?

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