Baukonzern
Strabag angelt sich Großauftrag in Rumänien

Für den Baukonzern Strabag laufen die Geschäfte gut: Das österreichische Unternehmen hat einen Großauftrag aus Rumänien an Land gezogen. Für die Zukunft sie die Aussichten rosig.
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WienDer österreichische Baukonzern Strabag hat einen weiteren Auftrag aus Rumänien an Land gezogen. Das Unternehmen baue für 166 Millionen Euro einen 24 Kilometer langen Autobahnabschnitt, wie die Firma am Dienstag mitteilte. Der Start für das knapp zwei Jahre dauernde Projekt soll im Sommer 2011 erfolgen.

Zuletzt hatte der Baukonzern nach einem guten Jahresstart seine Prognosen für die kommenden Jahre angehoben. Die Bauleistung werde 2011 voraussichtlich auf 14 statt der bislang erwarteten 13,5 Milliarden Euro ansteigen.

Analog dazu erwartet das Unternehmen ein Betriebsergebnis (Ebit) von 320 statt der bislang angepeilten 295 Millionen Euro. Genährt wird die Zuversicht der Strabag von einem geringeren Verlust im saisonbedingt schwachen ersten Quartal. Dank der milden Witterung stand von Januar bis März unter dem Strich ein Verlust vor Minderheiten von knapp 117 Millionen Euro nach einem Minus von 129 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Leistung stieg stärker als von Analysten erwartet um gut ein Viertel auf 2,3 Milliarden Euro. Strabag macht mehr als ein Drittel seiner Geschäfte in Deutschland, und profitiert dort von der anziehenden Konjunktur. Für 2012 rechnet Strabag nun mit einer Leistung von 14,3 Milliarden Euro (zuletzt: 13,7) und einem Betriebsergebnis von 330 Millionen Euro (zuletzt:300).

Mehrheit an Windkraft-Firmen

Strabag will in Zukunft auch Windkraftanlagen auf hoher See entwickeln. Ende Mai hat das Unternehmen für sein Vorhaben mit der Northern Energy Projekt eine Vereinbarung über den Erwerb von 51 Prozent an zwei Holdinggesellschaften zur Entwicklung, Errichtung und zum Betrieb von Offshore-Windkraftwerken unterzeichnet. Die Beteiligung muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Die Holdingfirmen werden bis zu 850 Anlagen in der deutschen Nordsee entwickeln, die in den nächsten zehn bis 15 Jahren errichtet werden sollen. Auf Basis von Fünf-Megawatt-Windkraftanlagen ergebe dies eine Leistung von etwa 4000 MW. Damit könnten rund fünf Millionen Haushalte mit Ökostrom versorgt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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