Baukonzern
Strabag hält trotz Krim-Krise an Prognosen fest

Trotz eines geringen Verlusts im ersten Halbjahr hält der österreichische Baukonzern Strabag an seinen Prognosen fest. Von der Ukraine-Krise und den Sanktionen gegen Russland sieht sich Strabag nicht betroffen.
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WienDer österreichische Baukonzern Strabag hält nach einem geringeren Verlust im ersten Halbjahr an seinen Prognosen fest. Für das laufende Jahr erwartet die Firma bei einer stagnierenden Bauleistung von 13,6 Milliarden Euro weiterhin einen Betriebsgewinn von zumindest 260 Millionen Euro, wie Strabag am Freitag mitteilte. Das Unternehmen ist stark in Deutschland und Österreich sowie in Polen und anderen Teilen Osteuropas vertreten. Zu Jahresbeginn profitierte die Firma von dem guten Wetter: Dadurch konnten einige Bauprojekte früher in Angriff genommen werden als erwartet. Der im ersten Halbjahr übliche Verlust verringerte sich daher um neun Prozent auf 93,1 Millionen Euro. Die Bauleistung stieg um zwei Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Von der Ukraine-Krise und den Sanktionen gegen Russland sieht sich Strabag nicht betroffen. In der Ukraine erwirtschafte der Konzern weniger als ein Prozent seiner Leistung, in Russland seien es im laufenden Jahr voraussichtlich weniger als drei Prozent. Zudem sei Strabag im russischen Baugeschäft wenig auf Importe angewiesen und erhalte seine Aufträge fast ausschließlich von privaten Firmen und nicht von staatlicher Seite.

Für wichtige westeuropäische Märkte wie Deutschland zeigte sich Strabag ebenfalls zuversichtlich. Das Hochbaugeschäft laufe dort weiterhin gut. In Polen dürfte sich der Bausektor nach der Krise in den vergangenen Jahren nach Einschätzung von Strabag ebenfalls erholen - vor allem weil die dortige Regierung wieder mehr in den Bau neuer Straßen investiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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