Baukonzern
Strabag-Integration treibt Züblin an

Der Stuttgarter Baukonzern Züblin ist durch die Integration der Strabag Hoch- und Ingenieurbau (Köln) im vergangenen Jahr stark gewachsen. Die Bauleistung des Unternehmens stieg um rund eine Milliarde Euro auf 2,6 Mrd. Euro. Auch der Auftragseingang stieg beträchtlich.

HB STUTTGART. Wie Alexander Tesche, Mitglied des Züblin-Vorstands am Mittwoch in Stuttgart, berichtete kletterte der Auftragseingang um 41 Prozent auf ebenfalls 2,6 Mrd. Euro.

Der Jahresüberschuss lag bei sieben Mill. Euro nach 28 Mill. Euro im Jahr davor. Allerdings habe es 2005 rund 21 Mill. Euro außerordentliche Erträge aus einer Sonderzahlung gegeben. Hierbei habe es sich um verspätete Zahlungen aus irakischen Bauprojekten aus den 80er Jahren gehandelt.

„2007 erwarten wir ein deutlich positives Ergebnis“, sagte Tesche. Zudem wolle die Ed. Züblin AG die Marktführerschaft im deutschen Hoch- und Ingenieurbau ausbauen. Die Bauleistung werde trotz der guten Baukonjunktur wieder bei etwa bei 2,5 Mrd. Euro liegen. Der Züblin-Manager betonte, dass zwar der Baumotor brumme, man bei der Auftragshereinnahme aber weiter sehr vorsichtig sei.

Zu den gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den Minderheitsaktionären, der Familie Lenz, sagte Tesche, er gehe nach den Äußerungen des Richters vor dem Oberlandesgericht davon, dass die „Störmanöver“ nun ein Ende fänden. Das Gericht habe deutlich gemacht, dass die Klagen von Lenz gegen die Integration von STRABAG keine Chance hätten. Der österreichische Baukonzern STRABAG besitzt rund 57 Prozent von Züblin, die Stuttgarter Familie Lenz 43 Prozent. Die Stuttgarter hatten selbst die Mehrheit bei Züblin angestrebt und kämpfen unter anderem gegen die Integration der deutschen STRABAG sowie gegen verschiedene Hauptversammlungsbeschlüsse.

Die Mitarbeiterzahl von Züblin stieg 2006 durch STRABAG um 3200 auf rund 10 000. Züblin suche dringend Ingenieure, aber auch gewerbliche Mitarbeiter, betonte der Vorstand. Der Baukonzern hat einen firmeneigenen Mitarbeiterpool mit rund 2000 Beschäftigten gebildet, der an verschiedenen Stellen eingesetzt werden könne.

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