Baukonzern will von Privatisierungen profitieren
Hochtief will zwei Flugplätze jährlich aufkaufen

Der Essener Baukonzern Hochtief will nach den Worten von Vorstandschef Hans-Peter Keitel jährlich bis zu zwei Flughäfen übernehmen.

HB FRANKFURT. „In den kommenden zwei bis drei Jahren dürften sieben bis acht privatisiert werden. Realistisch ist, dass bei uns jedes Jahr ein bis zwei dazukommen“, sagte Keitel in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Hochtief hatte sich zuletzt aus dem Bieterverfahren für die Privatisierung des Flughafens in der indischen Metropole Bombay zurückgezogen. Derzeit bietet der Baukonzern für die Mehrheitsbeteiligung am Budapester Flughafen.

Eine Hochtief-Sprecherin hatte Ende August einen ungarischen Zeitungsbericht bestätigt, wonach Hochtief das Höchstangebot von 390 Milliarden Forint (rund 1,6 Milliarden Euro) abgegeben hat. Keitel wollte nun diesen Kaufpreis nicht bestätigen. „Diese Zahlen sind kolportiert worden“, sagte er. Daran ließe sich nicht ohne weiteres der letztendliche Kaufpreis ableiten.

Weitere Bieter sind ein Konsortium um den britischen Flughafenbetreiber BAA, die Copenhagen Airports und die australische Macquarie Airports. Hochtief will in der Hochtief AirPort Capital zusammen mit Finanzpartnern sein Flughafengeschäft ausbauen. Der Konzern setzt wie viele seiner Konkurrenten auf Dienstleistungen rund um das Bauen, um sich vom konjunkturell anfälligen reinen Baugeschäft unabhängig zu machen.

Verhalten optimistisch äußerte sich der Hochtief-Chef in dem Zeitungsinterview zu den Aussichten für die deutsche Baubranche. „2006 müssten wir die Talsohle erreicht haben, vielleicht geht es dann auch schon nach oben.“ Für das laufende Jahr sei nochmals mit einem Abschwung von gut fünf Prozent zu rechnen. Zu Beginn des Jahren habe es noch einen scharfen Einbruch bei den Aufträgen gegeben. Seit Mai, Juni laufe das Geschäft aber wieder deutlich besser.

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